Baukindergeld – Was ändert sich dadurch für uns?

Meine Frau und ich sind beide 33 Jahre alt. Wir haben zwei Kinder und sind berufstätig. Meine Frau in Teilzeit als verbeamtete Lehrerin und ich in Vollzeit als IT-Ingenieur.

Wir bieten also Voraussetzungen, bei denen es Versicherungsmaklern und Finanzberatern warm ums Herz und feucht in den Augen wird.

In unserem Familien- und Freundeskreis wird fleißig gebaut und renoviert. Das liegt zum einen an den immer noch historisch niedrigen Zinsen. Zum anderen daran, dass es die jeweils individuelle Lebenssituation und der Wunsch nach den “eigenen vier Wänden” einfach ergeben.

Wir haben uns vor rund drei Jahren sehr intensiv mit dem Thema “Kaufen oder Mieten” beschäftigt. Auslöser war die zweite Schwangerschaft meiner Frau und der damit verbundene Bedarf nach einer größeren Wohnung. Wie bei den meisten Familien, stellt sich spätestens dann auch die Frage, ob man im gleichen Schritt vom Mieter zum Immobilienbesitzer wird.

Bereits damals im Jahr 2015 waren die Zinsen niedrig und die Immobilien teuer.

Letztendlich haben wir uns wieder für eine Mietwohnung entschieden. Das lag hauptsächlich daran, dass wir weiterhin in unserem Dorf wohnen bleiben wollten. Und hier am nördlichen Rand des Ruhrgebietes sieht das Verhältnis zwischen Immobilien-Angebot und -Nachfrage ähnlich aus wie in deutschen Großstädten. Häufig genannt in einem Atemzug – München, Berlin, Hamburg, Marl-Polsum!

Das Baukindergeld als “Game-Changer”?

Und dann kam die Große Koalition und ein Konzept zur Förderung der Häuslebauer. Nach einigen harten Verhandlungen und Gesetzesanpassungen, kann seit dem 18. September bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) das sogenannte “Baukindergeld” beantragt werden. Laut den Zahlen der KfW wurden im ersten Monat bereits über 24.000 Anträge eingereicht.

Nach politischen Beschlüssen kann es sinnvoll sein, frühere Entscheidungen noch einmal zu überdenken. Es war also auch für uns an der Zeit, sich erneut mit der Frage “Kaufen oder Mieten” unter Berücksichtigung der Baukindergeld-Förderung zu beschäftigen.

Zunächst aber mal ein paar Eckpfeiler zum Förderungsprogramm.

Was ist Baukindergeld?

Mit dem Baukindergeld fördert der Bund Familien mit Kindern mit bis zu 12.000 € für den Neubau oder Kauf einer Immobilie. Die Förderung gilt für Immobilien, die seit dem 01. Januar 2018 gekauft worden sind. Für Neubauten gilt rückwirkend hingegen der Tag der Baugenehmigung.

Wer kann Baukindergeld erhalten?

Grundsätzlich haben Familien mit mindestens einem Kind Anspruch auf Baukindergeld. Bevor ihr allerdings loslegt wie die Karnickel: Die Kinder müssen mit in die Immobilie einziehen und bei Antragstellung unter 18 Jahren alt sein.

Zudem darf das Haushaltseinkommen höchstens 75.000 € zzgl. 15.000 € pro Kind betragen. In unserem Fall mit zwei Kindern, dürfte das Jahreseinkommen also maximal 105.000 € betragen.

Wie wird das Baukindergeld ausbezahlt?

Man erhält über einen Zeitraum von zehn Jahren jeweils 1.200 € pro Kind. Dadurch ergibt sich eine Gesamtförderung von 12.000 €.

In unserem Fall mit zwei Kindern wären also insgesamt 24.000 €.
Kling ja nicht so schlecht…

Es macht also durchaus Sinn, eine individuelle Kalkulation neu aufzustellen. Dafür kann ich euch den Baufinanzierungsrechner von baufi24.de empfehlen. Die Baufi24 GmbH ist ein privater und mehrfach ausgezeichneter Finanzierungsvermittler. Die Beratung ist kostenfrei und vermittelt die besten Konditionen von Banken , Sparkassen und Volksbanken.

Der größte Vorteil neben der persönlichen Beratung ist, dass du nicht nur das Angebot einer Bank bekommst, sondern eine großes Angebot von Finanzierungskonditonen .

Meine Überlegungen zum Baukindergeld

Das Baukindergeld ist bei Experten und innerhalb der politischen Opposition sehr umstritten. Viele sehen es vor allem als teures Wahlgeschenk, welches nicht zu steigenden Immobilienkäufen führen würde. Vielmehr würden diejenigen die Prämie “mitnehmen”, die sich ohnehin für den Kauf einer Immobilie entschieden hätten.

Ich persönlich teile diese Argumentation nicht. Genauso könnte man das Kindergeld oder Zuschüsse bei der privaten Altersvorsorge kritisieren.

Erstaunt bin ich offen gesagt von der Höhe der finanziellen Förderung. Eine Zulage in Höhe von beispielweise 36.000 € bei drei Kindern würde ich nicht als Tropfen auf den heißen Stein bezeichnen.

Es kommt allerdings vor allem auf die Region an. In München oder Berlin ist es sicherlich kein entscheidender Faktor. In ländlichen Regionen kann das Baukindergeld aber sicherlich die Kaufnebenkosten decken.

Positiv finde ich auch, dass das Geld nicht sofort in die Finanzierung einfließt, sondern in den zehn Jahren nach dem Erwerb für die Abbezahlung des Kredites genutzt werden kann.

Insgesamt könnte das Baukindergeld ein Anstoß zum letzten Schritt des Immobilienbesitzers sein. Für uns persönlich fehlt allerdings das grundsätzliche und passende Angebot. Daher werden wir den hiesigen Immobilienmarkt weiter beobachten.

Am Aktienmarkt würde man sagen, dass wir weiter an der Seitenlinie stehen bleiben. Aber das heißt ja nicht, dass man sich nicht doch mal aufs Spielfeld wagt 😉

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