3 Gründe warum ich keine Amazon Aktien kaufe

Wer als Anleger nicht in Indexfonds, sondern in Einzelaktien investiert, steht monatlich vor der Frage:
“Welches Schweinderl hätten Sie denn gern?”

Anders als in Robert Lembkes Rateshow “Was bin ich?“, geht es hier um das eigene Geld und die langfristige Altersvorsorge.

Dafür ahnte in den 70er Jahren noch niemand, dass ein gewisser Jeff Bezos zwanzig Jahre später eines der größten Unternehmen der Welt gründen würde. Denn im Juli 1995 verkaufte Bezos über seine als “Online-Buchhandlung” registrierte Plattform das erste Buch. Im Oktober 1995 ging Amazon.com für die breite Öffentlichkeit online.

Fun fact: Bezos wollte sein Unternehmen eigentlich “Relentless” nennen (englisch für unbarmherzig, unerbittlich, gnadenlos). Freunde haben ihn – mit Erfolg – davon abgeraten. Die URL www.relentless.com gehört jedoch weiterhin Amazon und leitet auf dessen Startseite weiter.

Wer im Oktober 1995 diesen Artikel las und beim Börsengang am 15. Mai 1997 Amazon Aktien gekauft hat, kann sich glücklich schätzen. Der Emissionspreis lag bei $18. Bereinigt um die drei Aktiensplits, beträgt der Einstiegs-Kurs aus heutiger Sicht $1,70. Der derzeitige Aktienkurs liegt bei $1.180. Macht eine Rendite von über 60.000 % bzw. 39 % pro Jahr.

Link: Finanzen.net

Sogar bis ins Jahr 2007 hätte man schöne Einstiegskurse nutzen können.

Hätte, hätte, Fahrradkette.

Die viel wichtigere Frage lautet:

Ist es jetzt sinnvoll, langfristig in Aktien von Amazon zu investieren?

Die aktuelle Bewertung von Amazon.com

Schauen wir uns zunächst mal die Bewertung von Amazon.com anhand verschiedener Kennzahlen an.

1. Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) / Price-Earnings ratio (PE-ratio)

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist die wohl bekannteste Kennzahl zur fundamentalen Aktien-Bewertung.

KGV = Kurs je Aktie / Gewinn je Aktie

Experten sehen ein faires KGV bei unter 15.
Das KGV von Amazon liegt derzeit bei 299! (Quelle: Gurufocus)

Das bedeutet, dass Amazon über zwanzig Jahre sein aktuelles Wachstum bestätigen müsste, um auf ein faires KGV von 15 zu kommen.
Vorher wird der FC Schalke Deutscher Meister…

Allerdings ist das KGV von Amazon derzeit historisch günstig. In den letzten fünf Jahren lag das KGV durchaus auch mal bei 1.500!

Quelle: ycharts

Bevor fortgeschrittene Anleger mir die Bude einrennen: Für starke Wachstumswerte wie Amazon ist das KGV praktisch unbrauchbar, da es das Wachstum nicht berücksichtigt.

2. Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis / Price-Earnings-To-Growth ratio (PEG-ratio)

Das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis bezieht die erwartete, zukünftige Wachstumsrate in die Berechnung ein.

KGV = (Kurs je Aktie / Gewinn je Aktie) / Wachstumsrate

Als Wachstumsrate kann das Umsatz- oder Gewinn-Wachstum verwendet werden. Auch beim Zeithorizont gibt es unterschiedliche Betrachtungsweisen. Ich persönlich halte einen 5-jährigen Zeithorizont und die Verwendung des Gewinn-Wachstum (EBITDA) für sinnvoll.

Experten sehen ein faires PEG ratio bei unter 1.
Das aktuelle PEG ratio von Amazon.com liegt bei 7,3 (Quelle: Gurufocus)

Sieht schon gar nicht mehr sooo überteuert aus… 

3. Peter-Lynch-Fair-Value

Der Investmentfondsmanager Peter Lynch entwickelte eine Formel, die Wachstumswerten ein Vielfaches ihrer KGVs zugesteht.

Peter-Lynch-Fair-Value = PEG-ratio * Wachstumsrate * Gewinn je Aktie 
(Das PEG-ratio ist hier eine Konstante mit dem Wert 1)

Als Wachstumrate verwenden wir wieder das Gewinnwachstum (EBITDA) auf 5-Jahres-Sicht. Bei Gurufocus wird als Wachstumsrate maximal 25 angesetzt.
Der Gewinn je Aktie beträgt derzeit knapp $4.

Das Peter-Lynch-fair-Value von Amazon beträgt derzeit $98.50 (Quelle: Gurufocus).
Der Aktienkurs liegt bei $1.180.

Demnach beträgt das Price to Peter-Lynch-Fair-Value ratio knapp 12.
Bei einem Verhältnis von 1 würde die Aktie als fair bewertet gelten.

Somit ist Amazon auch laut einer für wachstumsstarke Unternehmen entwickelten Formel deutlich überteuert.

4. Kurs-Umsatz-Verhältnis (KGV) / Price-To-Sales Ratio (PS ratio)

In What works on Wall Street hat James P. O`Shaughnessy alle möglichen Anlagestrategien untersucht. In Kapitel 8 kommt er zum Schluss: Investitionen auf Grundlage des Kurs-Umsatz-Verhältnisses brachten in der Vergangenheit die besten Renditen.

Also nix mit Gewinnen, Anlagevermögen oder Wachstumsraten.

Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) = Kurs je Aktie / Umsatz je Aktie

Der Umsatz je Aktie wird aus den letzten 12 Monaten herangezogen. Bei Amazon beträgt der Umsatz je Aktie $328.

Beim Aktuellen Aktienkurs von $1.180, beträgt das KUV 3,6 (Quelle: Gurufocus)

Das KUV ist derzeit sehr nah am 10-jährigen Allzeithoch. Das heißt, dass Amazon in den letzten 10 Jahren – gemessen an dieser Kennzahl – selten teurer war.

Warum ich keine Amazon Aktien kaufe – 1. Die Aktie ist überteuert

Viele Amazon-Aktionäre sind Fundamentalisten (was wäre eine Welt ohne Vorurteile ). Aus fundamentaler Sicht, ist Amazon definitiv kein Kauf für mich.

Warum?

Nehmen wir als Beispiel mal die vierte Kennzahl – das Kurs-Umsatz-Verhältnis. Hier schneidet Amazon noch mit am besten ab.

Unten in der Tabelle siehst du die erwarteten Umsätze für die nächsten vier Jahre. Wir nehmen zudem an, dass die Anzahl der Aktien in diesem Zeitraum gleich bleibt. Damit ergeben sich entsprechende Kurs-Umsatz-Verhältnisse für die nächsten vier Jahre (2018 bis 2021).

Quelle: Finanzen.net und eigene Berechnung

Die blauen Zahlen sind Schätzungen. Im KUV für 2017 ist der erwartete Umsatzanstieg für 2017 bereits enthalten.

Schlussfolgerung: Amazon müsste das jährliche Umsatz-Wachstum von 20-25% beibehalten, damit in vier Jahren eine angemessene Bewertung von 1,5 zustande kommt.

Aber: Dabei dürfte der Aktienkurs aber nicht steigen!

Warum ich keine Amazon Aktien kaufe – 2. Jedes Wachstum stößt irgendwann an seine Grenzen

Viele Amazon-Jünger glauben daran, dass Amazon die Weltherrschaft übernehmen wird. Es erinnert mich ein bisschen an “Pinky und der Brain” – eine Zeichentrickserie aus den 90er Jahren.

Bei der Mission Weltherrschaft für Amazon scheint jeder Aktienkurs gerechtfertigt. Jeff Bezos’ muss dafür noch nicht einmal Gewinne vorweisen.

Ich bin davon überzeugt, dass große Unternehmen irgendwann an ihre Wachstumsgrenzen stoßen. Die Verwaltung wächst, Betriebsräte gewinnen mehr Macht, Neuinvestitionen laufen nicht so gewünscht. So haben wir es bei den kapitalistischen Schlachtschiffen in den letzten Jahrzehnten erlebt. Ob es bei IT-lastigen Unternehmen ebenfalls so abläuft bleibt abzuwarten.

Ich glaube jedoch, dass die Vorschusslorbeeren für Amazon zu hoch sind. Zugegeben, Amazon ist ein starkes Unternehmen mit einer gewaltigen Marktmacht und innovativen Ideen. Ich bin aber nicht bereit, einen derart hohen Preis dafür zu bezahlen.

Und auch Amazon ist nicht alleine auf der Welt. Mögliche Konkurrenten sind Alibaba oder ein Altbekannter: eBay wächst stark im Business- und Cloud-Geschäft und fährt derzeit eine aggressive Preis-Strategie in den USA. Zudem ist eBay relativ günstig bewertet.

Warum ich keine Amazon Aktien kaufe – 3. Ich möchte die Aussicht auf einen Cashback

Jeff Bezos hat klar gemacht, dass es auf absehbare Zeit keine Dividenden geben wird. Das ist soweit verständlich, da Amazon alle Kraft und Kapital in das Wachstum des Unternehmens stecken möchte. Als langfristiger Anleger möchte ich aber auch irgendwann regelmäßige Rückflüsse sehen. Ohne, dass ich Aktien verkaufen muss.

Ich mag Unternehmen mit einer intakten Wachstumsstory und kontinuierlich steigenden Dividendenzahlungen. So wie bei Novo Nordisk, CVS Health, Visa oder Activision Blizzard.

Fazit

Mit meiner Entscheidung keine Amazon Aktien zu kaufen entspreche ich sicherlich nicht dem Mainstream. Vermutlich werde ich damit in den nächsten zwei Jahren auch einige Kursgewinne liegen lassen.

Ich glaube aber weiterhin nicht daran, dass Amazon das rasante Wachstum die nächsten fünf bis zehn Jahre halten kann. Es widerspricht einfach der Logik und meiner Erfahrung bei immer größer werdenden Unternehmen.

Jedem Anleger, der sich mit Amazon Aktien wohl fühlt – und ich denke, dass sind wohl die meisten derzeit – wünsche ich weiterhin viel Erfolg mit dem Investment!

Möchtest du ab sofort über neue Beiträge informiert werden?
Dann melde dich jetzt für meinen Newsletter an.

Teilen macht Freu(n)de... Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Pin on Pinterest0Email this to someone

17 Gedanken zu „3 Gründe warum ich keine Amazon Aktien kaufe

  • Dezember 18, 2017 um 12:37 pm
    Permalink

    Hey Felix,

    ich sehe es ganz ähnlich wie du und werde ebenfalls nicht einsteigen. Du hast Recht, wenn du sagst, dass jedes Wachstum auf Grenzen stößt. Ja, Amazon ist für viele Unternehmen eine enorme Konkurrenz und fördert disruptive Innovation, aber auch hier wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Ich denke auch, dass in dem jetzigen Kurs vor allem viel Hoffnung eingespeist ist, also jede Menge Gefühle, die bei einer rationalen Betrachtung eigentlich nichts verloren haben 😀

    Viele Grüße und schöne Woche,
    Anna.

    Antwort
    • Dezember 18, 2017 um 12:41 pm
      Permalink

      Hi Anna,
      ich bin überrascht, dass die erste Kommentatorin mir direkt Recht gibt 🙂
      Bin wirklich gespannt, wie diese Story die nächsten Jahre weitergeht…

      VG / Felix

      Antwort
  • Dezember 18, 2017 um 2:16 pm
    Permalink

    Hallo,

    guter Artikel, mir ist die Aktie ebenfalls viel zu teuer, werde demnach auch nicht einsteigen. Gibt noch genug andere Firmen, mit Potiential.

    Gruss
    P.S. Dank dir, habe ich jetzt das Lied von Pinky und der Brain im Kopf…der Pinky und der Brain, der Pinky und der Brain…im Tierversuchs Labor, da ist es geschehn…. 😉

    Antwort
    • Dezember 18, 2017 um 3:40 pm
      Permalink

      Haha – ich jetzt auch (wieder).

      Welche Aktien stehen auf deiner Watchlist? Ich habe ja auch ein paar Namen ins Rennen geworfen.

      VG / Felix

      Antwort
      • Dezember 20, 2017 um 5:49 am
        Permalink

        Auf meiner Watchlist stehen einige. Nike, Tencent, Deutsche Post, aber auch ein Reit,
        Main Street Capital reizt mich irgendwie.
        Na schauen wir mal. Aktuell sammle ich auch erstmal etwas Cash 😉

        VG Matthias

        Antwort
        • Dezember 21, 2017 um 12:49 pm
          Permalink

          Hi Matthias,
          Tencent ist eine wirklich spannende Geschichte. Da bin ich dabei 🙂

          VG / Felix

          Antwort
          • Dezember 22, 2017 um 7:12 am
            Permalink

            O.o hast du sie schon im Depot? Vielleicht kannst du ja mal deine Einschätzung zu Tencent in einem Blogartikel niederschreiben. Würde mich interessieren.
            Vielleicht wird das meine erste Investition in 2018 werden.

            VG Matthias

          • Dezember 22, 2017 um 12:26 pm
            Permalink

            Wenn ich es zeitlich hin bekomme, schreibe ich im Januar meine Gedanken zu Tencent zusammen. Für langfristige Investoren, deren Portfolio schon ausreichend diversifiziert ist, ist Tencent aus meiner Sicht ein “Must-Have”. Messenger, größtes Internetportal Chinas, Mehrspieler-Onlinespielportal, Suchmaschine, Bezahldienst, Chat-Dienst etc. Umsatzwachstum 30% p.a., Gewinnwachstum 35% p.a., Dividendenwachstum 30% p.a., operative Marge 35%!!!, Bewertung vergleichsweise fair. Was will man mehr 🙂

            VG / Felix

  • Dezember 18, 2017 um 10:07 pm
    Permalink

    Hi Felix,

    super, dass du dich mal in einem Artikel mit einem konkreten Unternehmen beschäftigst. Ich finde deinen Artikel sehr gelungen, obwohl ich dir natürlich *trommelwirbel* widersprechen muss.

    Ich glaube – nein, ich bin davon überzeugt, dass Amazon das aktuelle jährliche Umsatzwachstum noch viele Jahre so beibehalten kann. Viele junge Unternehmen entwickeln sich zuerst in wenigen Geschäftsfeldern und erst wenn sie dort in den Bereich einer Wachstumsgrenze kommen, greifen sie das nächste Geschäftsfeld auf. Amazon ist aber schon nach kurzer Zeit auf so unfassbar vielen Märkten so extrem präsent, dass man in nahezu fast jedem Bereich noch relativ am Anfang steht. Wenn man mal überlegt, dass sie daran arbeiten in vielen vielen Jahren den Mond als touristisches Ziel anbieten möchten, kann man sich leicht ausmalen wie weit ihr Weg noch sein wird.

    Du liegst vollkommen richtig damit, wenn du sagst, dass jede Wachstumsstory einmal zu Ende sein wird oder sich zumindest abschwächt. Nur wird das bei Amazon erst in sehr weiter Ferne soweit sein.

    Um erfolgreich zu sein, muss man es dem Kunden so einfach wie möglich machen, Geld auszugeben. Und das Spiel beherrschen sie einfach perfekt!

    Trotzdem sollte man die Frage, ob jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt wäre, davon losgelöst betrachten. Einen Einstieg als Einmalanlage würde ich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht jedem Interessenten blind empfehlen. Da müsste man zunächst mehrere Faktoren beleuchten.

    Beste Grüße und besten Dank für deine reflektierte Argumentation!

    Marco

    Antwort
    • Dezember 19, 2017 um 5:56 am
      Permalink

      Hi Marco,
      ich denke auch, dass es noch ein paar Jahre dauern kann, bis sich das Amazon Wachstum abschwächt. Aber irgendwann wollen Investoren einen fairen Wert sehen. Und wenn es dafür beim derzeitigen Wachstum 4 Jahre dauern würde (ohne dass der Aktienkurs steigt!), dann ist das schon abschreckend.
      Aber jeder darf natürlich seine Meinung haben und äußern.

      Wichtig finde ich, dass Amazon (wie jede andere Einzelaktie) nur einen Teil des Depots ausmacht.

      Danke für dein Feedback!
      VG / Felix

      Antwort
  • Dezember 19, 2017 um 2:21 pm
    Permalink

    Hallo Felix,

    also ich habe Amazon aktuell auch nicht im Depot und werde sie demnächst auch nicht kaufen aus genau den Gründen, die du genannt hast. Die Bewertung auf Basis des KUV macht bei Amazon noch am meisten Sinn (langjähriges Mittel liegt bei rund 2,5), deutet aber auch nur auch eine aktuelle Überbewertung hin. Was mich wundert ist, dass du ergänzend keine Cashflowseitige (DCF oder KFCF) Bewertung vorgenommen hast.

    Ansonsten dürfte dein Blog jetzt bei den Suchbegriffen mit Amazon von Google her einmal mehr gefunden werden 🙂

    Gruß
    Markus

    Antwort
    • Dezember 19, 2017 um 3:31 pm
      Permalink

      Hi Markus,
      guter Punkt. Bei der Bestimmung des fairen Wertes gemäß DCF habe ich keine Erfahrung. Ich nehme da einfach immer den Wert von gurufocus, wobei ich eher auf andere Kennzahle schaue.

      Macht das DCF Verfahren denn mehr Sinn?

      VG / Felix

      Antwort
  • Dezember 22, 2017 um 12:09 am
    Permalink

    Hi Felix,
    ich hatte bei dem Titel schon ein wenig “Angst”, dass du mir nun die moralische Verwerflichkeit von amazon vorhälst. Ich selbst habe auch amazon-Aktien. Vor rund einem Jahr gekauft, 40% im Plus. Ich hoffe, dass es noch weiter geht. Ich selbst bin wohl ein amazon-Fangirl wie andere von Apple. Ich gebe lieber 5€ mehr aus, wenn ich es dafür unkompliziert bei amazon kaufen kann. Dort kann ich viele Adressen auswählen, meine Zahlungsdaten sind gespeichert und ich kann die Sendung nachverfolgen. Wenn was nicht passt, schicke ich es unkompliziert zurück. Ich versuche zwar vieles erst mal lokal zu bekommen, aber die Produktvielfalt und das Bewertungssystem sind für mich sehr wichtig. Keine Ahnung, wann amazon jemals Dividende zahlt. Ich hoffe eher, dass ich mich noch in 40 Jahren über amazon freuen kann.

    Antwort
    • Dezember 22, 2017 um 12:38 pm
      Permalink

      Hi Jenny,
      ich bin selbst auch intensiver amazon-Käufer. Aber wie im Artikel beschrieben, glaube ich, dass Wachstum irgendwann an seine Grenzen kommt. Nicht für ein Unternehmen an sich, sondern für einen Markt. IM Bereich Online-Retailing hat amazon nur noch begrenzte Möglichkeiten in Europa und den US. In Asien wird es kaum möglich sein, Alibaba u.a. zu verdrängen. Afrika wäre ein weiterer Milliardenmarkt. Ob und wann es da richtig abgeht, weiß aber keiner.
      Also stellt sich die Frage: Wohin mit dem ganzen Cash??
      Dann werden Firmen übernommen. Manche laufen gut, manche okay, manche floppen.
      Meine Glaskugel sagt mir aber, dass die Margen der neuen Firmenteile nicht die heutige Marge rankommen. Somit ergibt sich für den Gesamtkonzern ein schlechteres Gewinn-Umsatz-Verhältnis. Und zack – die Euphorie verpufft. Im schlimmsten Fall bringen die neuen Geschäftsfelder sogar schwarze Zahlen.
      Dieses Szenario gilt für viele Unternehmen. Aber die meisten sind nicht so exorbitant (über-)bewertet wie amazon.
      Natürlich nur meine Meinung 🙂

      VG / Felix

      Antwort
  • Februar 13, 2018 um 8:06 pm
    Permalink

    Der Artikel gefällt mir sehr gut; v. a. finde ich die Gedanken originell. Nur der Seitenhieb auf Schalke, der geht gar nicht. 😉

    Antwort
    • Februar 13, 2018 um 8:14 pm
      Permalink

      Als Schalker darf ich mir das erlauben 🙂 Danke!

      Antwort
  • Juni 18, 2018 um 9:21 am
    Permalink

    Super geschrieben und zu 101% auf den Punkt gebracht! Ich filtere mir auch meine Aufgaben heraus; was muss dringend, – was muss erst in den nächsten Tagen erledigt werden und womit kann ich mir Zeit lassen. Und ansonsten hilft mir deine Tolle Arbeit.LG

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.