Endlich Urlaub – was (k)ein Stress

Direkt zu Anfang dieses Beitrags muss ich mich bei dir unbeliebt machen. Ich habe gerade zwei Wochen Urlaub. Und abgesehen vom Wochenende, war das Wetter ja diese Woche ausnahmsweise nahezu perfekt.

Bis letzte Woche war es ja eher ein Sommer wie er im Buche steht.
Also, in der Bibel.
In dem Teil mit der Arche.

In meiner ersten Urlaubswoche kann ich mich aber wirklich nicht beschweren.

Wir sind nicht weggefahren oder geflogen. Ein Flug mit dem neun Monate alten Thronfolger muss nicht unbedingt sein. Und eine Autofahrt hätte vielleicht drei Optionen ergeben.

  • Erstens, eine lange Autofahrt gen Süden – ohne mich.
  • Zweitens, eine zwei- bis dreistündige Autofahrt an die Nordsee – auch ganz nett aber irgendwie diesmal nicht unser Favorit.
  • Oder Drittens, eine zwei- bis dreistündige Autofahrt auf einen Bauernhof oder ein Familienhotel – wäre schön, ist aber derzeit (in den Ferien) ziemlich teuer.

Und wie so häufig, wenn man viele halbgare Optionen hat, entscheidet man sich für: nix.
Also bleiben wir diesmal daheim und versuchen das Beste daraus zu machen.

Nun ist die erste Woche rum und ich bin sehr zufrieden mit der Entscheidung. Wir haben viele Ausflüge in der Umgebung unternommen und sind auch häufig per pedales unterwegs gewesen. Wir genießen die Zeit als Familie und draußen in der Natur. Und nebenbei lernt meine Tochter das Radfahren.

Hier ein paar Impressionen aus unserer ersten Urlaubswoche.

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Es ist mir wirklich ein Rätsel, wie und wo manche Menschen Urlaub machen. Auf der Suche nach Entspannung, werden Trekking-Urlaube nach Nepal oder Yoga-Kurse in Thailand gebucht.

Am Tag vor der Abreise wird die Bude geputzt. Damit es bei der Rückkehr ordentlich aussieht.

Am ersten Urlaubstag geht es dann vollbepackt ab zum Flughafen. Am besten direkt morgens fünf Uhr, damit man “vom ersten Tag noch was hat”. Der Flug ist lang, am besten noch mit Zwischenstop in Dubai oder sonstwo. Am Zielort heißt es dann raus aus dem Flieger und hochkrakseln auf die Berge oder Entspannung auf Knopfdruck.

Ich denke, dass Urlaub nicht nur Entspannung für den Körper, sondern auch für die Seele sein sollte. Abschalten, zur Ruhe kommen.

Natürlich ist es auch schön, wenn man neue Orte entdeckt oder andere Kulturen kennenlernt. Ich habe aber den Eindruck, dass viele Menschen das gar nicht mehr so wahrnehmen. Sie fliegen um die halbe Welt, um möglichst weit entfernt von Zuhause die vermeintliche Entspannung oder ihre “innere Mitte” zu finden.

Zudem wird die Suche und der Wunsch nach dem perfekten Urlaub immer größer. Wenn es im Jahr eine große Reise gibt, dann soll es natürlich auch pefekt passen am Urlaubsort. Okay, lieber ein schlechter Tag am Strand, als ein guter Tag im Büro. Trotzdem ist die Stimmung schnell im Eimer, wenn die Zimmer dreckig und der Strand verstopft ist. Oder andersherum.

Und was hat das jetzt mit Finanzen zu tun?

Ich denke, dass ruhige und entspannte Menschen auch die bessere Geldanleger sind. Wer mit sich selbst im Reinen ist, traut sich eher Entscheidungen zu treffen und die Ruhe zu bewahren, wenn die Kurse mal wieder abstürzen. Diese Anleger handeln weniger hektisch und verkaufen nicht gleich bei den kleinsten Korrekturen. Sie halten stur an ihrem Konzept fest.

Ich bin grundsätzlich kein Freund von Religionen, habe aber letztens ein schönes buddhistisches Sprichwort gehört:
“Wenn dich eine Sache nach 2 Minuten langweilt, dann mach sie 4 Minuten lang. Wenn’s dann immernoch langweilig ist, dann mach’s 8 Minuten lang. Und so weiter – bis du merkst, dass es gar nicht langweilig ist.”

Adaptiert auf die Geldanlage heißt das: Investiere so, dass es dich selbst langweilt. Kaufe Aktien solider Unternehmen oder günstige Indexfonds. Setze nicht alles auf eine Karte, nur um den Nervenkitzel der Börse zu spüren.

Wenn es dich nach ein paar Monaten langweilt, dann mach es ein paar Jahre genau so.

Mein (Zwischen-)Fazit nach Urlaubswoche #1

Mit meiner ersten Urlaubswoche bin ich sehr zufrieden. Ich hoffe, dass die zweite Woche ähnlich schön, erlebnisreich und erholsam wird. (Der Teil mit der Erholsamkeit ist relativ zu werten, wenn man zwei kleine Kinder hat. ) Trotzdem tut es gut, mal wieder die gemeinsame Zeit schätzen und Kraft tanken zu können.

Manchmal brauchen wir alle einfach mal eine kleine Auszeit. Und manchmal ist wohl “Zusammensein” und “Nichtstun” alles was wir brauchen, um glücklich zu sein.

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