Finanz-Fundstück des Monats: Die Zwiebel

Zu Beginn diesen Beitrages muss ich eine Vorwarnung aussprechen. Wie bereits dem Titel unschwer zu entnehmen ist, geht es in meinem heutigen Text um – die Zwiebel. Oder auch Bolle oder Zipolle.

Ja, gemeint ist die ausdauernde krautige Pflanze aus der Gattung der Lauche.
Nein, ich habe keinen an der Zwiebel.

Alle, die lieber etwas über Riester-Rente, Crowdinvesting oder Betriebliche Altersvorsorge lesen möchten, verweise ich gerne auf das Finanzblog-Forum.
Geht hinfort!

So, nun sind wir vermutlich noch zu dritt.
Du, Frugalist Oliver und ich.

Zwiebel – Die Frage nach dem Warum?

Wie du vielleicht aus vorangegangen Beiträgen weißt, beherberge ich zwei kleine Kinder. Eines davon geht in den Kindergarten. Also, jede zweite Woche. An den restlichen Tagen, hängt es nämlich krank zuhause rum. Dabei schafft es – also genauer gesagt sie – es (dieses “es” ist nicht das vorher erwähnte Neutrum, sondern das Pronomen, welches sich auf den Gesamtinhalt des Nebensatzes bezieht), alle Familien-Teilnehmer nach und nach an seinem ihrem Virus zu partizipieren.

Kurz: die ganze Sippe wird malade, unpässlich, morbid.
Der Vater ist dem Tode geweiht.

Und alle, die ebenfalls Filius oder Filia ihr eigen nennen, wissen: Nur eines ist schlimmer als die Erkrankung der Kinder. Nämlich, wenn Mama oder Papa krank sind.

Kinderlose mögen hier aufschreien. Alle anderen wissen es besser.

(Schwere Erkrankungen meine ich an dieser Stelle selbstverständlich nicht.)

Eltern hören in diesen Momenten folgende (gut-gemeinte) Ratschläge:
1. Ruh dich doch mal richtig aus!
2. Geh mal früh ins Bett!
3. Nimm vor dem Schlafengehen mal ein schönes Erkältungsbad!

Vielen Dank, liebe kinderlosen Klugscheißer! Alles tolle Tipps, die aber so gar nicht umsetzbar sind, wenn die Kleinen die Nacht durchmachen oder derart unpässlich sind, dass an einen ruhigen Abend nicht zu denken ist. Mein persönlicher “pain in the ass” unter den Krankheits-Symptomen ist DER HUSTEN. Nervig und hartnäckig. Besonders bei Kindern.

Zu zweit, schafft man es gerade noch, die Familien-Maschine am laufen zu halten. Wie Alleinerziehende das schaffen, ist mir völlig unerklärlich.

Was kann helfen?
1. Unser Mantra: Das ist alles nur eine Phase.
2. Medikamente & Hausmittel

Medikamente – Kosten und Nutzen

Beim Versuch, die nervigen Viren und Bakterien zu bekämpfen, greift man schnell zu Medikamenten.
Auch ich natürlich.

Über den Nutzen von Aspirin, Grippostad oder Sinupret, brauchen wir an dieser Stelle nicht sprechen. Dem einen hilft’s, dem anderen nicht. Medizinisch betrachtet, sind die meisten Medikamente fragwürdig. Vor allem von Kombi-Präparaten wird abgeraten.

Eine Erkältung dauert mit Medikamenten sieben Tage, ohne Medikamente nur eine Woche.

Dennoch boomt die sogenannte Selbstmedikation. Der Gesamtumsatz nicht rezeptpflichtiger Arzneimittel in Deutschland beträgt über 6 Mrd. Euro (Quelle). In Zahlen 6.000.000.000 €.

Die Pro-Kopf-Ausgaben für rezeptfreie Arzneimittel liegen bei ca. 60 € pro Jahr. Über alle Altersklassen hinweg.

Quelle: B.A.H.

Auf Erkältungsmittel entfällt ein Gesamtumsatz von 578 Mio. Euro, auf Hustenmittel 325 Millionen Euro.

Qulle: B.A.H.
Was sind die Alternativen zu Medikamenten?

Langsam komme ich in das Alter der Apotheken-Umschau-Leser. Ironischerweise, wirbt ja vor allem der Apothekerverband unnachgiebig für pflanzliche Hausmittel. Bei Erkältungen, Ohrenschmerzen und Husten sei besonders die Zwiebel das Mittel der Wahl.

Der Selbstversuch

Der langfristige Investor ist Schmerz gewohnt. Er sucht ihn regelrecht. Also habe ich den Selbstversuch gewagt und mir einen feinen Zwiebelsaft gebraut.

Eine Zwiebel klein hacken, 125 ml Wasser und 2 EL Honig dazu. 10 Minuten kochen und dann ca. 4 Stunden ziehen lassen.
Danach in einem Siebe oder durch ein Baumwolltuch auspressen.

Die Zwiebel war in echt schärfer als auf dem Bild.

Was soll ich sagen? Schmeckt gar nicht so schlecht, wie es sich anhört. Ist ja auch genügend Zucker drin…
Und irgendwie scheint es auch zu helfen. Der Husten hat recht schnell den Rückzug angetreten.

Gegen aufkommende Ohrenschmerzen habe ich mir zudem einen Zwiebelwickel gemacht und über Nacht auf’s Ohr gelegt. Auch das hat super geholfen.

Nun riecht es allerdings im Schlafzimmer wie in einer Dönerbude.

Was dem Mann gefällt, erzeugt möglicherweise bei Frauen weniger Frohlocken.

In manchen Fällen, führt die Parfümierung jedoch temporär zu einem positiven Nebeneffekt. Denn so wird eine ungewollte Produktion weiterer Nachkömmlinge vorerst verhindert. Zudem wird die Erkältung bekämpft. Praktisch eine Win-Win-Situation.

Wer einen Fernseher im Schlafzimmer hat, kann sich zudem auf einen ungestörten Fußballabend freuen.

Ich will eine finanzielle Berechnung!

Um den Anforderungen eines seriösen Finanzblog-Beitrags zumindest rudimentär Rechnung zu tragen, habe ich noch eine kleine Rechenaufgabe vorbereitet:

Eine Zwiebel hilft bei Erkältungen und kostet im 1 kg- Beutel unter 1 €.
Hustensaft hilft meistens nicht und kostet ab 5 €.

Den Mehrwert kannst du selbst ausrechnen.

Das gesparte Geld, kannst du dann in Aktien von STADA, Novartis (Hexal) oder Teva Pharmaceutical Industries (ratiopharm) anlegen. Oder gleich in den STOXX Europe 600 Health Care.

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4 Gedanken zu „Finanz-Fundstück des Monats: Die Zwiebel

  • April 26, 2017 um 5:56 pm
    Permalink

    “In manchen Fällen, führt die Parfümierung jedoch temporär zu einem positiven Nebeneffekt. Denn so wird eine ungewollte Produktion weiterer Nachkömmlinge vorerst verhindert.”
    So lange du die Zwiebel nicht in irgendeiner anderen Form als natürliches Verhütungsmittel anpreist.. 😀

    Danke für den Tipp! Das mit den kranken Kindern merke ich bei meiner Kollegin. 3 Kinder und 1 Mann, die alle 4 Wochen krank sind und weswegen die Großeltern schnell mal streiken, um selbst nicht krank zu werden. Hätte nicht gedacht, dass Kinderviren so aggressiv sind. Für meine eigenen Kinder hoffe ich einfach auf gute Gene. Kenne das mit dem Kranksein aus meiner Familie nämlich nicht wirklich, ggf. 1x im Jahr eine Magendarmgrippe und das war’s dann.

    Wünsche deiner Familie die beste Gesundheit!

    Antwort
    • April 27, 2017 um 7:43 am
      Permalink

      Zum ersten Punkt möchte ich mich nicht weiter äußern 🙂

      Zum zweiten Punkt: Es ist schon wahnsinnig, wie häufig jemand von uns krank ist. Unseren Freunden geht es aber auch nicht anders. Erschreckend ist vor allem, wie häufig und wahlweise man mittlerweile ein Antibiotikum verschrieben bekommt. Ich befürchte, dass wir uns gerade eine Generation heranzüchten, die als MRE-Generation (MRE = Multiresistente Erreger) in die Geschichte eingehen wird…

      Antwort
  • Mai 3, 2017 um 3:26 pm
    Permalink

    Hallo Felix,

    meine Frau schwört auf Zwiebeln und Hausmittel im Allgemeinen. Nach vielen Experimenten half – Vorsicht jetzt wird´s etwas eklig- eine in Essig eingelegte Zwiebel, die sie wie ein Pflaster auf ihre Fußwarze klebte, wie ein Wunder. Nur der Gestank ist wirklich bestialisch, da frohlocke nicht mal ich als Mann 😉 Aber wo gehobelt wird, da fallen nun mal Spähne 😉

    Kennt ihr so Hautwucherungen sog. Fibrome am Augenlid? Auch damit kämpft sie gerade, nachdem das Fibrom Erbsengröße erreicht hat mit Apfelessig dagegen an und siehe da, langsam aber sicher wird es kleiner. Im Internet findet man da solch interessante Anmerkungen von Ärzten, die ihre teuren Laserbehandlungen verkaufen wollen, dass Apfelessig auf keinen Fall helfen könne, da der Essig ja dann auch die umliegende Haut zerstört. Ahja, wie gut, dass meine Lippen nach Verzehr von tausenden Essiggurken, Salatdressings und weiß der Kuckuck, mit wie viel Essig ich meine Lippen schon kontaminiert habe, noch da sind und nicht verätzt. Die gesunde Haut drumherum wird natürlich nicht vom Essig zerstört! Da war der betreffende Arzt wohl von den vielen Dollarzeichen im Auge ein wenig geblendet und hat über seinen Eid des Hippokrates hinweg gesehen.

    Fazit: Hausmittelchen sind eine sparsame und sehr effektive Methode gegen allerlei Wehwehchen!
    Nicht zu vergessen das absolute Wundermittel gegen Erkältung: Ingwer-Zitrone-Honig-Tee!

    Grüße von Martin

    Antwort
    • Mai 4, 2017 um 6:51 am
      Permalink

      Hi Martin,
      bei Fibromen soll man zusätzlich bei Vollmund um eine tote Eiche tanzen und Warren Buffett-Zitate laut ausrufen.

      Spaß beseite…ich kämpfe mit einem Ganglion am Fuß (Überbein). Der Orthopäde sagt operieren – vielleicht versuche eich es auch mal mit Hausmitteln.

      Viele Grüße
      Felix

      Antwort

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