Finanz-Fundstück des Monats: Spielwarenkatalog jako-o

Kinder sind anstrengend. Sie kosten Zeit, Kraft und Nerven.
Andererseits geben sie einem ja auch so viel.
Zum Beispiel Mandelentzündungen, Magen-Darm-Infekte und Schnupfen.

Aber die kleinen Racker können ja nichts dafür. In den staatlichen Virenzuchtanstalten (=Kindergärten/Krippen/KiTa), grassieren derzeit allerlei Viren und Bakterien. Und auch uns hatte es mal wieder erwischt.
Und so eine Männergrippe ist hart – richtig hart. Mich hat sogar die lebensgefährliche Augengrippe niedergestreckt. Die ist gerade total IN.

In den letzten Jahren waren es immerhin noch Schweine-, Vogel- oder Hühnergrippe, welche die Bevölkerung dahinraffen sollten. Anscheinend hat man sich in diesem Jahr auf kein Tier einigen können.
Also: Augengrippe. Auch schön.

Nun ja, genug gejammert. Kommen wir zum Thema: Weihnachten steht vor der Tür.
Also jetzt bildlich gesprochen. Das bedeutet für werdende und seiende Eltern vor allem, dass man von allen Seiten mit gedruckter Werbung für Kinderspielzeug überschwemmt wird.

Im Zuge meiner todbringenden Augengrippe, habe ich zu einem dieser Katalog gegriffen, der uns die Tage erreicht hat. Es handelte sich um den Herbstkatalog der Marke jako-o. Jako-o ist ein Versandhandelsgesellschaft für Kinderkleidung, Spielsachen und sonstigem Krempel für Kinder. Soviel ich weiß, gehört die Jako-o GmbH zum Spielwarenhersteller Haba.

An dieser Stelle möchte ich gerne auf den bereits eingestreuten Begriff “Krempel” zurückkommen. Der Katalog von Jako-o enthält gute Kleidung, einige interessante Geschenkideen und bekannte Spiele.
Aber eben auch eine Menge Krempel.

Es gibt ja durchaus einige Leser, die nicht oder zumindest noch nicht im Besitz von Kindern sind. Diesen möchte ich gerne ein Bild davon zu machen, wofür man alles sein Geld ausgeben kann. Auch wenn es viele Produkte einen großen Auftritt verdient hätten, möchte ich dir nur mein absolutes Highlight vorstellen.

Der Preis für das bekloppteste Kinderutensil geht an…

2016-11-04 11_50_07-Dokument1 - Microsoft Word…den Haarwäsche-Becher

WP_20161002_13_21_07_Pro

Ich weiß aus eigener, leidvoller Erfahrung, dass Haare waschen nicht zwingend zu den Lieblingsübungen von Kleinkindern gehört. Auf einen Haarwäsche-Becher wäre ich aber im Leben nicht gekommen.
Ob mein Kind wohl auch so selig lachen würde? Ich bezweifel es stark.

Ich frag mich, wo manche Leute solchen Krempel aufbewahren. Unsere Wohnung ist glücklicherweise recht groß, aber für solchen Plunder fehlt mir jeder Platz und auch jedes Verständnis.

Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Hinter den meisten Produkten steckt die Idee, eine ungeliebte Aufgabe aufzugreifen und ein Produkt anzubieten, welches Abhilfe verspricht. Es gibt zum Beispiel auch Puppen für Fingernagelscheren. 

Kampf und Krampf um die Weihnachtsgeschenke haben begonnen. Allen Lesern mit Kindern sei gesagt: Wir müssen ja nicht jeden Mist kaufen!

Möchtest du ab sofort über neue Beiträge informiert werden?
Dann melde dich jetzt für meinen Newsletter an.

Teilen macht Freu(n)de... Share on Facebook
Facebook
0Tweet about this on Twitter
Twitter
Share on Google+
Google+
0Pin on Pinterest
Pinterest
1Email this to someone
email

8 Gedanken zu „Finanz-Fundstück des Monats: Spielwarenkatalog jako-o

  • November 7, 2016 um 10:05 am
    Permalink

    Als halbwegs vernünftiger Mensch kann man an dieser Stelle echt nur den Kopf schütteln.
    Denn leider wird es genug Eltern geben, die sich diesen Becher vermutlich kaufen werden.

    Ich gehöre auch zu der Spezies, die zwei von den Teilen ( nein, nicht den Haarwäsche-Bechern, sondern den kleinen Kindern ) ‘besitzt’. Auch bin ich mit der Problematik des Haare Waschens mehr als vertraut. Gestern war es wieder einmal soweit. Und Haare waschen ist Chefsache, also meine Aufgabe.

    Auch bei uns gab es genug Geschrei und Tränen. Ein paar kleine Tricks helfen an dieser Stelle.
    Schnick Schnack Schnuck wer als erster dran sein ‘darf’.
    Danach die Wahl ob es der blaue Zahnputzbecher oder doch lieber der coole selbst angemalte Becher sein soll. In fünf Minuten sind beide Kinder durch und es bedarf nicht einmal überteuerter Hilfsmittel.
    Der Fokus wurde einfach von der zu bewältigenden Aufgabe auf das Spielerische drum herum verlagert. Das klappt in sehr vielen Situationen mit Kindern erstaunlich gut.

    Die Industrie schafft es aber immer wieder aus der Angst bzw. Unwissenheit der Eltern Kapital zu schlagen. Als kleiner Tipp für alle sich sorgenden Eltern: Einfach einen Schritt zurücktreten und die Sache mit etwas Abstand betrachten.
    Dann erkennt man oft das Problem und es klappt vieles auch ohne überflüssigen Schnickschnack.

    Antwort
    • November 7, 2016 um 10:32 am
      Permalink

      Hallo Karsten,
      ich sehe, du kennst die richtigen Tricks und weißt dich zu wehren. Mir bleiben zwei Mantras:
      1. Irgendwann geht alles vorbei.
      2. Wenn ich alt bin, müssen die mich waschen. Dann gibt es alles zurück 🙂 (Scherz…)

      Beste Grüße
      Felix

      Antwort
  • November 7, 2016 um 12:20 pm
    Permalink

    Hallo Felix,

    sehr geil, wie dein gesamter Blog 🙂 Ich habe übrigens letzte Woche von Amazon (!) per Post einen Minikatalog mit Spielsachen bekommen. Also so richtig aus Papier. Fehlt nur noch, dass sie in Zukunft lokal bei den Geschäften einziehen, die sie im Moment kaputt machen…

    Antwort
    • November 7, 2016 um 1:11 pm
      Permalink

      Hi, danke! Ich hab anscheinend noch nicht genug bestellt 🙂
      Dabei bin ich recht guter Kunde…

      Antwort
  • November 7, 2016 um 7:56 pm
    Permalink

    Wenn mir der Becher am Montagmorgen auch so ein Lächeln auf die Lippen zaubert, bestell ich gleich einen für mich selber 😉 Am Freitagabend lässt er sich auch gut als Bier-Becher umfunktionieren: Win-Win und Life-Changing!
    Naja, daran sieht man mal wieder, dass nicht jedes Produkt die Reaktion auf ein Bedürfnis ist, sondern viele Produkte erst versuchen ein Bedürfnis zu schaffen…

    Schöner Artikel, Felix!

    Beste Grüße
    Pascal

    Antwort
    • November 7, 2016 um 8:34 pm
      Permalink

      Das mit dem Bierbecher will ich sehen. Alternative Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich mit steigendem Alkoholpegel.

      Antwort
  • November 7, 2016 um 9:22 pm
    Permalink

    Sehr lustig! Habe den Link gerade meiner Frau weitergeschickt. Der gleiche Katalog fliegt bei uns auf dem Kuechentisch rum. Ich befuerchte Schlimmstes…

    Antwort
    • November 8, 2016 um 6:22 am
      Permalink

      Das war ein Fehler… 😉

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.