Finanztipp: Nöhl nich gross rum, fang am pannen und mach Rabotti!

Günther und Karl-Heinz sind alte Schulfreunde und beide Mitte Fünfzig.
Wie jeden Samstagmorgen, treffen sie sich “zufällig” auf der Einkaufsstraße in Gelsenkirchen.
Vor Tchibo.
Wo sonst!?…

Hören wir mal rein.

Günni alte Socke. Allet fit?

Kalle! Ja sia. Un selbst?

Muss, ne?! Ständig am malochen halt. Krücken von Montach bis Freitach.
Und was hab ich davon?
Nix.

Nur Käsemauken.

Aber Knete? Futschikato!
Erst ziehn dir die Abknöpper dat letzte Hemd ausse Tasche, dann will die Ische neue Klamotten und am Ende kommen die Blagen.
Nur am Latzen ist man dran.
Am Ende bleibt höchstens ‘n Heiermann fürre Mantaplatte anne Bude.

Watt? Jezz hömma auf zu bollern du Fitzpiepe!
Mach die Fluppe aus und setz dich hier beim Schibo ma’ auf deine Fott.
Ich erzähl dich gezz ma was.

Ständig bisse am nölen dran, dasse keine Knete hast.
Schuld sind immer die anderen. Die Trulla, die Köttel, die Merkel.
Völliger Tinnef!

Musst du halt mal bisschen auffe Penunsen achten.
Und nicht ständig raushauen für Gedöns und Killefit.

Deine neue Karre ist doch auch nur so ein Kawenzmann zum strunzen.
Mir reicht meine olle Nuckelpinne. Die tuts auch.

Und dann hängse ständig bei Manni inne Frittenranch und pfeifst dir Schnipposchranken rein. Oder gehst dreima in Monat zum Chinese und spachtelst wie der Präses von Pussemuckel.
Guck dir deine Pocke doch ma an.
Ich hol mir die Pommes vom Aldi.
Schmecken picobello und sind ein echter Fitsch.

Gib dem Finanzblogroll deine Stimme für den Publikumspreis beim

Ich würde mich sehr darüber freuen! 

Oder letztens, als ihr mit der ganzen Bande nachn Wällness-Hotel inne Schweiz gebrettert seid.
Kannst doch auch im Münsterland schön teita gehn.

Und am piefen bisse auch immer.
Weisse wat datt allet kostet?

Ich hab früher auch meine Penunsen für Halligalli verplästert.
Spätestens am 12. waa futschikato perdito.
Am Ende war keine Asche inne Tasche, keine Butter fuer dat Futter.

Dann hab ich so bei mich gedacht: Junge, mach die Döppen auf und tu wat.
Und da hab ich dann ma im Internetz geguckt. Auffe Finanzblogs.
Da gibbet alle Informationen für nöppes. Finanzrocker, Finanzwesir, Finanzglück, Finanzfisch.
Paar Pajasköppe gibbet natürlich auch da. Aber die kannse ja links liegen lassen.

Naja, auf jeden habe ich dann angefangen Monat für Monat bissken was zu abzuknapsen.
Is auch gar nich schwer. Einkaufen geh ich beim Aldi, abends gibt es Bütterken und Jochurt
Neue Buxen und Latschen hol ich mir günstig im Schlussverkauf.
Versicherungen hab ich au gekündigt. Wirste eh nur betuppt.

Also erzähl mich keine Dönekes, sondern tu ma Butter bei die Fische!

Ma gucken, vielleicht start ich au bald mein’ eigenen Blog – der FINANZGÜNNI.

Abschließender Finanztipp

Nöhl nich gross rum, fang am pannen und mach Rabotti!

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5 Gedanken zu „Finanztipp: Nöhl nich gross rum, fang am pannen und mach Rabotti!

  • September 19, 2017 um 5:31 am
    Permalink

    Haha sehr guter Beitrag Felix. 😉
    Ich denke wenn Du nicht aus dem Ruhrgebiet kommst, wirst Du die Hälft davon nicht verstehen.
    Noch passender als die Ruhrpottsprache wäre für Gelsenkirchen, wenn sich die Kinder von Einwanderern in gebrochenem Deutsch unterhalten.

    “Boah Yalah ich schwöre voll krass Geld gespart und dann in so Aktien gesteckt, Bruder.”

    Schöne Grüße
    Dominik

    Antwort
    • September 19, 2017 um 5:37 am
      Permalink

      Hi Dominik,
      meinst du, ich hätte ein paar Verweise auf das “Ruhrpott > Deutsch” Lexikon einbauen müssen?! 🙂
      Bei Bedarf können wir ja unterstützen 😉

      VG / Felix

      Antwort
  • September 19, 2017 um 1:43 pm
    Permalink

    Ich lach mich tot!

    Du hast beim Schreiben wahrscheinlich am meisten Spaß gehabt 🙂

    Antwort
    • September 19, 2017 um 5:53 pm
      Permalink

      Das ist meine normale Ausdrucksweise…

      Antwort
  • März 23, 2018 um 1:52 am
    Permalink

    Fantastisch! Ich musste so lachen. Und es ist auch so viel wahres dran. Schönen Gruß aus Gelsenkirchen

    Antwort

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