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Crowdinvestment Immoblien

Was haltet ihr vom Crowdinvesting (Immobilien)? Ich habe da schon öfter drüber nachgedacht. Es wäre ja eine Möglichkeit, ein wenig von der Börse unabhängig zu werden und trotzdem ansehnliche Zinsen zu bekommen. Diversifikation ist ja alles (?).

Folgender Gedankengang hält mich ab: Wenn die Leute kein (oder: nicht genug) Geld von der Bank bekommen, wird das ja wohl einen Grund haben. Und dann gebe ich lieber auch keins...

Und dann bekommen ja - falls es schief geht - die Banken zuerst ihr Geld. Da wird dann wohl nicht mehr viel übrig bleiben.

Hallo Christian,

im Prinzip hast du die Nachteile schon selber aufgezählt. In der Regel sind die Projekte von einer Bank finanziert, die finanzieren aber nie 100%. Ein Teil muss immer mit Eigenkapital aufgebracht werden. Dieser Teil soll dann zumindest teilweise durch das Crowdinvesting eingesammelt werden. Der große Nachteil ist, wie du schon richtig sagst, säuft das Projekt ab werden als erstes die Banken bezahlt. Du wirst dein Geld als letztes wiederbekommen. Für dieses Risiko wirst du durch die Zinsen bezahlt. Hier ist aber das Problem, dass du mit einem sehr niedrigen Zinssatz von 5-6% abgespeist wird. Professionelle Eigenkapitalgeber nehmen 10%+ an Zinsen für solch ein Risiko.

Zu dem Thema kann ich dir folgenden Podcast vom Finanzwesir und dem Finanzrocker empfehlen.

Ich persönlich habe mich gegen Immobilien Crowdinvestment entschieden aufgrund der oben genannten Nachteile. Ich würde mein Geld eher in eine richtige Eigentumswohnung stecken und diese vermieten (habe ich auch letztes Jahr gemacht). Da sind ganz andere Renditen möglich von 25%+ Eigenkapitalrendite und man hat das Investment und die Immobilie selber unter Kontrolle. Natürlich ist man hier in der gleichen Position, bei einer Vollpleite bekommt die Bank zuerst ihr Geld, dafür wird man dann aber auch entsprechend entlohnt mit einer ordentlichen Rendite.

Wer an Immobilien partizipieren möchte ohne sich eine eigene zu kaufen, der ist meiner Meinung nach bei einem guten REIT besser bedient. Da ist das Investment dann auch liquide und man kommt raus wenn man will.

Viele Grüße

Finanzvoyeur

Servus,

den Podcast kann ich ebenfalls sehr empfehlen. Habe ihn selbst gehört. Wie immer mit einer Prise Humor.

Für mich ist P2P ein interessantes Experiment und "Beiwerk". Probiere ich gerne aus, allerdings mit einem minimalen Einsatz. Bisher läuft es gut. Richtig spannend wird es allerdings in der nächsten Rezession. Mal sehen, wie viele Gläubiger dann noch ihre Raten bezahlen können.

Was mir nicht gefällt, ist die Weiterentwicklung mit Sekundärmärkten. Hier geht es wieder nur um Spekulation, statt um die langfristige Geldanlage. Davon lasse ich lieber die Finger.

olle