“Put me short, baby” – Mein erster Optionshandel

Ich:
“Hallo! Mein Name ist Felix, ich bin 32 Jahre alt und interessiere mich für Optionshandel.”

Alle:
“Hallo Felix!”

Die Beschäftigung und das Schreiben über Finanzthemen, klingen immer ein wenig nach Selbsthilfegruppe.

Dabei passt der Begriff ziemlich gut. Denn Selbsthilfegruppen sind definiert als “selbstorganisierte Zusammenschlüsse von Menschen, die ein gleiches Problem oder Anliegen haben und gemeinsam etwas dagegen bzw. dafür unternehmen möchten” (Quelle).

Seit einigen Monaten, verfolge ich die Beiträge von Michael, Chri und Martin zum Thema Optionshandel.

Weil ich…
a) jetzt die Logik verstanden habe (hat lange genug gedauert),
b) ich einen ersten Handel abgeschlossen habe und darüber berichten möchte und
c) ich deine Hilfe bei zwei Fragen brauche…
…gibt es nun diesen Beitrag.

Da der Wissensstand zum Optionshandel recht unterschiedlich ist, habe ich den Beitrag in vier Kapitel aufgeteilt.

Optio…Hä? – Ahnungslose starten hier
“Put me short, baby” – Anfänger starten hier
Keep on rollin’ – Fortgeschrittene starten hier
Offene Fragen – Profis starten hier

Um dich nicht zu langweilen, kannst du direkt zu deinem individuellen Wissensstand springen.
Ganz schön raffiniert, wa?!

Optio…Hä? – Ahnungslose starten hier

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich das Prinzip beim Optionshandel verstanden habe… Jetzt möchte ich dich an meinem Wissen teilhaben.

Auf geht’s!

Optionen sind Finanzinstrumente, die (in der Regel) an Terminbörsen gehandelt werden. In Europa gibt es hier in erster Linie die Terminbörse EUREX.

Und in dem Begriff Handel steckt auch schon der große Vorteil von Optionen gegenüber Optionsscheinen oder anderen Zertifikaten:

Der Preis einer Option wird durch den Markt bestimmt, also durch Angebot und Nachfrage.
Bei Zertifikaten bestimmt der Emittent (der Herausgeber) die Rahmenbedingungen und Kurse. Man spielt also immer “gegen die Bank”. Zudem kann hier der Herausgeber pleite gehen. Es besteht also ein Insolvenzrisiko des Emittenten.

Die Rahmenbedingungen beim Optionshandel, werden durch die Börse definiert, aber frei am Markt gehandelt.

Nochmal zur Veranschaulichung

Was ist aber jetzt eine “Option”?

Eine Option ist ein Derivat. Klingt böse, ist es aber überhaupt nicht.
Ein Derivat ist lediglich ein Finanzinstrument, dessen Wert sich (direkt oder indirekt) von einer marktbezogenen Referenzgröße ableitet.
Diese Referenzgröße wird als Basiswert (oder Underlying) bezeichnet und ist im Prinzip eine “normale” Aktie.

Eine Option ist im Prinzip eine bestimmte Art von Wertpapier. Sie bezeichnet grundsätzlich das Recht, eine bestimmte Aktie zu einem späteren Zeitpunkt zu einem vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Wichtig: Eine Option bezieht sich immer auf 100 Aktien des Basiswertes!

Man unterscheidet zwischen Call- und Put-Optionen.

Bei einer Call-Option erwirbt der Options-Käufer das Recht, eine Aktie zu kaufen.

Bei einer Put-Option erwirbt der Options-Käufer das Recht, eine Aktie zu verkaufen.

Wie bei Aktiengeschäften, gibt es zwei Seiten des Handels: den Käufer (Long) und den Verkäufer (Short) 

Wie bereits beschrieben, erwirbt der Käufer einer Option immer das Recht, eine Aktie zu kaufen (Call) bzw. zu verkaufen (Put).
Dafür zahlt er dem Verkäufer eine Prämie.

Der Verkäufer räumt dem Käufer das Recht ein, eine Aktie zu kaufen (Call) bzw. zu verkaufen (Put).
Dafür erhält er vom Käufer der Option eine Prämie.

Wir können beim Optionshandel also auf vier verschiedene Arten mitmischen:

1. Long Call – Wir kaufen uns selbst das Recht, eine bestimmte Aktie zu kaufen
2. Short Call – Wir verkaufen dem Käufer das Recht, eine bestimmte Aktie zu kaufen. Dafür erhalten wir eine Prämie.
3. Long Put – Wir kaufen uns selbst das Recht, eine bestimmte Aktie zu verkaufen
4. Short Put – Wir verkaufen dem Käufer das Recht, eine bestimmte Aktie zu verkaufen. Dafür erhalten wir eine Prämie.

In der Regel nutzen Privatanleger den Optionshandel entweder zur Absicherung des Depots oder für Stillhalter-Geschäfte.

Bei einem Stillhalter-Geschäft tritt man immer als Verkäufer einer Option auf.
Entweder durch einen Short Call oder einen Short Put.

Durch die (theoretisch) passive Stellung des Verkäufers, ergibt sich der Begriff des Stillhalters.
Er muss eben stillhalten und warten, ob der Käufer seine Option ausüben darf und möchte.

Um den Vorgang eines solchen Stillhalter-Geschäftes zu beschreiben, springen wir in den nächsten Schritt.

“Put me short, baby” – Anfänger starten hier

Meine erste Option war ein Short Put. Das heißt, ich habe dem Käufer das Recht eingeräumt, eine Aktie (unter bestimmten Umständen) zu verkaufen.

Das Produkt an der EUREX lautete DTE P15.40 21JUL17

DTE steht für den Basiswert (Underlying) – hier: Deutsche Telekom AG
P steht für Put
15,40 bezeichnet den Strike-Preis von 15,40 €
21JUL17 bezeichnet den Ausübungszeitpunkt 21. Juli 2017

Der Verkaufspreis der Option lag bei 0,14 €. Die Prämie lag also bei 14 € (eine Option bezieht sich immer auf 100 Aktien).
Der Basiswert lag beim Kauf des Short Puts bei etwa 15,60 €.

Was ist der Strike-Preis?

Der Käufer der Put-Option, kann sein Verkaufsrecht nicht immer ausführen, sondern nur zu bestimmten Bedingungen.
Der Strike-Preis bildet die Grenze, ab welcher der Käufer die Option ausüben darf.
Sinkt der Basiswert also unter den Strike-Preis, darf der Käufer der Put-Option seine Aktien an den Verkäufer der Put-Option verkaufen.
Und zwar zum festgelegten Strike-Preis.

Beispiel:

Der Basiswert fällt während der Laufzeit der Option auf 15,00 €.
Der Käufer entscheidet sich zum Ausüben der Option.

Wie wir wissen, bezieht sich eine Option immer auf 100 Wertpapiere des Basiswertes.

Das heißt, der Käufer der Option verkauft 100 Aktien der Deutschen Telekom für 15,40 € an den Verkäufer der Option.
Die Aktien sind allerdings derzeit nur 15 € pro Stück wert.
Also hat der Verkäufer nach Ausübung der Option genau 100 Aktien mit einem aktuellen Kursverlust von (15,00 € – 15,40 €)*100 = 40 € in seinem Depot.

Sein Gesamtergebnis (hier Verlust), ergibt sich aus der Verrechnung mit der Prämie, die er für den Verkauf der Option erhalten hat.
Gewinn/Verlust = -40 € + 14 € = -26 €
Dumm gelaufen…

Was besagt der Ausübungszeitpunkt?

Der Ausübungszeitpunkt ist das letzte Datum, an welchem der Käufer der Option diese ausüben darf.
Danach verfällt sie wertlos, das heißt der Verkäufer der Option hätte bloß die Prämie eingestrichen.

Zu meinem persönlichen Beispiel:

Durch den Verkauf der Put-Option, habe ich sofort die Prämie von 14 € erhalten.
Davon wurden noch 0,75 € Gebühren abgezogen.

Auch als Verkäufer einer Option, kann man aktiv werden. Man kann die Option zurückkaufen.

Und genau das habe ich gemacht.

Nur fünf Tage nach meinem Short Put, habe die Option zurückgekauft.
Weil das Basiswert (die T-Aktie) etwas gestiegen war, ist der Kurs der Put-Option auf 0,10 € gefallen.

Dadurch konnte ich meinen vorangegangenen Leerverkauf (Short Put) zu einem niedrigen Kauf-Preis ausgleichen.

Mein Gewinn lag also insgesamt bei (0,14 €- 0,10 €)*100 – 1,50 € [2 x Gebühren] = 2,50 €
Wahnsinn! 

Der Zweck lag in erster Linie natürlich auf dem Verständnis der Optionen, weniger auf der Höhe des Gewinns.
Trotzdem annualisiert keine schlechte Rendite von 20% 

Keep on rollin’ – Fortgeschrittene starten hier

Neben der Put-Option auf die Deutsche Telekom, habe ich noch einen weiteren Put verkauft.

Und zwar diesen hier: PSM P35.00 21JUL17

PSM ist das Kürzel für die ProSiebenSat.1 Media AG
Der Verkaufspreis der Option lag bei 0,30 € (die Prämie lag also bei 30 €)

Die Aktie wurde in letzter Zeit heftig verprügelt, sodass ich auf eine Erholung gesetzt habe.
Leider ist diese bisher nicht eingetreten…

Der Basiswert liegt derzeit bei etwa 34 €.
Das heißt, die Option ist “im Geld” (unterhalb des Strike-Preises).
Der Käufer des Puts, hätte das Recht, seine Aktien an mich zu verkaufen. Zum Preis von 35 € pro Aktie.

Daher habe ich mich dazu entschieden, die Option zu “rollen”.
Das heißt, ich habe die Put-Option zurückgekauft und eine weitere Put-Option mit späterem Ausübungsdatum verkauft.
Der Kauf-Preis für die bestehende Put-Option (21JUL17) lag bei 1,40 €.

Die neue Put-Option PSM P36.00 18AUG17 habe ich für 2,30 € verkauft.

Meine bisherige Bilanz, sieht also wie folgt aus:
(0,30 € – 1,40 €)*100 – 1,50 € + 2,30 € * 100 – 0,75 € = 117,75 €
Dieser Gewinn wird allerdings nur realisiert, wenn die neue Put-Option verfällt.

Offene Fragen – Profis starten hier

Aus meinen ersten Gehversuchen an der EUREX, ergeben sich mir noch zwei Fragen.
Vielleicht kannst du sie beantworten.

1. Angenommen ein Marktteilnehmer kauft fünf Put-Optionen.
Auf der anderen Seite stehen fünf verschiedene Verkäufer der Put-Option.
Weil der Strike-Preis unterschritten wurde, entschließt sich der Käufer des Puts zu Verkauf von 200 Aktien.

Wer von den Verkäufern, muss dann die Aktien nehmen?…

2. Wie funktioniert es technisch, eine Option auszuüben?
Ich selbst bin beim Broker Degiro. Kann man dort über bestimmte Buttons/Funktionen, die Option ausüben?
Vielleicht hat jemand von euch Erfahrungen auf der “Long-Seite” und kann mich aufklären.

Fazit

Nachdem ich meinen ersten Optionshandel abgeschlossen habe, kann ich ein positives Fazit ziehen. Das Finanzinstrument Optionen gefällt mir nämlich immer besser.

Im Gegensatz zu Optionsscheinen, Knock-Out-Zertifikaten und Ähnlichem, sind Optionen relativ einfach nachzuvollziehen.

Die Tatsache, dass institutionelle Finanzmarkt-Teilnehmer (wie Banken oder Versicherungen) ihre Wertpapiere über Optionen absichern (müssen), erklärt für mich den langfristig positiven Erwartungswert für Privatanleger. Zu beachten ist allerdings, dass auch Optionen keinen schnellen Reichtum versprechen.

Es würde mich freuen, wenn du meine Fragen beantworten oder über deine eigenen Erfahrungen beim Optionshandel schreiben würdest.

Zum Abschluss noch ein Tipp:
Alles Wissenswerte über den Optionshandel erfährst du auf Optionen-Broker.de

Disclaimer: Jeder handelt auf eigenes Risiko. Die erwähnten Optionen sind keine Kaufempfehlung. Borussia Dortmund ist wirklich böse.

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29 Gedanken zu „“Put me short, baby” – Mein erster Optionshandel

  • Juli 13, 2017 um 12:35 pm
    Permalink

    Hallo Felix,

    freut mich das wir dich zu den Optionen leiten konnten 🙂

    Zu deinen beiden Fragen.

    1.
    Auch bei Optionen zählt First in, first out.
    Das bedeutet, einfach gesagt, das die Aktien an den Stillhaltern verkauft werden, von denen du zuerst die Optionen erhalten hast. Selbst wenn nur Millisekunden dazwischen lagen.

    –> hier ergibt sich sicher gleich die nächste Frage. Von wem erhalte ich die Optionen zuerst? Auch hier, first in, first out.
    Du erhälst von dem Stillhalter zuerst die Option, welcher am längsten seine Verkaufsorder im Markt hatte.

    2.
    Hier kann ich dir leider nicht wirklich weiterhelfen. Ich kenne leider die Software nicht, die Degiro zum Einsatz bringt. Aber es sollte möglich sein, einfach mal freundlich anfragen.

    Antwort
    • Juli 13, 2017 um 5:47 pm
      Permalink

      Hi Martin,
      FiFo klingt gut. Hätte ich nicht drauf getippt.
      Danke für die Info!

      VG / Felix

      Antwort
    • Juli 13, 2017 um 5:50 pm
      Permalink

      Hi Stephan,
      Das mit der “Exercise”-Funktion muss ich mal beobachten, wenn ich eine Long-Position aufmache.
      Wie ich gelernt habe, kann der Verkäufer zu jedem beliebigen Zeitpunkt die Option ausüben.

      VG / Felix

      Antwort
  • Juli 13, 2017 um 1:01 pm
    Permalink

    Herzlichen Glückwunsch und willkommen in der Welt der Optionen!
    Eine sehr gute Entscheidung mit Optionen die Rendite weiter steigern zu wollen. Mit dem nötigen Respekt und dem richtigen Handelsansatz bin ich mir bei Dir sehr sicher, dass Du deine Freude in Form von Mehrrendite haben wirst!

    Zu Deinen Fragen habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, weil ich nie auf der Käuferseite sein werde und zu Deiner 1.Frage da verlasse ich mich auf die Kompetenz der Marketmaker. Vermute aber, das es genau in seinem Ermessen liegt wem er die Aktien andient, bzw das FiWo Prinzip greift in irgendeiner Form. Aber ist es wirklich wichtig? Du gehst eine (klar definierte) Verpflichtung ein und musst dieser unter bestimmten Bedingungen einfach nachkommen. Ob es jetzt noch einen Mitspieler gibt, der evtl. bevorteilt wird würde mich nicht interessieren, lieber volle Konzentration auf den nächsten Deal 🙂

    Viel glück auf dem neuen Spielfeld!
    Axe

    Antwort
    • Juli 13, 2017 um 5:52 pm
      Permalink

      Hi Axe,
      Die Begründung/Haltung “et kütt wie kütt” war mir hier einfach zu wenig 🙂
      Icb werde mich nach und nach rantasten.
      Ob ich jemals eine Long-Positon aufmache weiß ich noch nicht.
      Aber wann, wenn nicht jetzt, oder!? (Korrektur voraus)

      VG / Felix

      Antwort
      • Juli 14, 2017 um 6:38 am
        Permalink

        Moin Felix,
        Grundsätzlich ist ja gegen eine gewisse Neugierde nichts einzuwenden 😉 aber man verzettelt sich leicht in unnütze Dinge und kommt dann mit dem eigentlichen Traden/Investieren nicht wirklich voran. Von daher war es weniger Kritik, als viel mehr der Hinweis “machet Junge machet” 🙂

        Ob eine Korrektur voraus ist? In 4 Wochen? in 8 Wochen? oder ist in 6 Wochen Korrektur und Bewegung schon alles abgefrühstückt? Keine Ahnung! Das schöne an Optionen ist die Tatsache, dass man Strategie nach Wahrscheinlichkeiten handel kann und sich komplett von der Kaffeesatzleserei verabschieden kann! Auch wenn ich oft dafür Kritisiert werde und es bestimmt einige gibt die den Markt lesen können (ob sie damit allerdings auch Geld verdienen?), ich habe absolut keine Markt Meinung! Ich setze meine Trades nach Kalender auf und verwalte/reagiere dann auf das was der Markt TATSÄCHLICH macht!
        In diesem Sinne! Bleib am Ball und ein riesen Kompliment für Deine Arbeit hier auf dieser Seite!
        Beste Grüße
        Axe

        Antwort
  • Juli 13, 2017 um 1:09 pm
    Permalink

    Hallo Felix,

    Erstmal danke für die Verlinkung meiner beiden Seiten!
    Als Optionsanfänger habe ich natürlich alles gelesen 😉

    Was mir aufgefallen ist:

    Du schreibst: “Auch als Verkäufer einer Option, kann man aktiv werden. Man kann die Option zurückkaufen, also praktisch einen Long Put ausüben.”

    Dass du die Option zurückkaufen kannst ist natürlich richtig. Das ist aber nicht das selbe wie einen Long Put ausüben. Ausübung und zurückkaufen einer Option sind zwei komplett verschiedene Dinge. Du hattest keinen Long Put, konntest ihn also auch nicht ausüben. Du hattest einen Short Put, hast diesen zurück gekauft. Die Option besteht weiterhin, nur eben bei einem anderen, nicht in deinem Depot.

    Zu deinen Fragen am Schluss:

    Du handelst nicht direkt mit einem Optionskäufer. Der Käufer handelt mit dem Market Maker, und du handelst mit dem Market Maker. Du handelst praktisch über eine zwischengeschaltene Stelle, die überwacht ob auch alles seinen rechten Lauf nimmt.

    Das heißt wenn der Käufer ausübt werden die Optionen bei der Zwischenstelle ausgeübt. Mittlerweile funktioniert das alles mit Algorithmen denke ich, die Anfragen nacheinander abarbeiten.

    Zu deiner zweiten Frage kann ich leider nicht viel sagen, weil ich nicht bei DeGiro bin. In der Trader-Workstation gibt es einen eigenen Button zum Ausüben einer Option.

    Viel Erfolg weiterhin!

    mfG Chri

    Antwort
    • Juli 13, 2017 um 5:56 pm
      Permalink

      Hi Chri,
      Danke für den Hinweis. Du hast natürlich absolut Recht! Ist gelöscht.
      Bei welchem Trader bist du denn und warum?
      Der große Nachteil bei Degiro ist, dass es bisher keine Optionen auf US Aktien gibt.

      VG / Felux

      Antwort
  • Juli 13, 2017 um 1:59 pm
    Permalink

    Hallo,

    Willst du meine DTE P16.8 21JUL2017 haben? Ich schenk sie dir wenn du willst . Am Anfang würde ich auch keine Optionen verkaufen, die so weit im Geld liegen wie bei PSM, das ist schon sehr optimistisch.

    Ansonsten viel Glück beim Handel

    dominik

    Antwort
    • Juli 13, 2017 um 5:59 pm
      Permalink

      Hi Dominik,
      Warum willst du die Option verschenken. Läuft doch oder?
      Oder bist du Long?
      Die PSM war schon recht optimistisch ja. Allerdings lag sie beim Kauf noch nicht im Geld.
      Ich bleibe optimistisch, das sie im August verfällt, sofern der Gesamtmarkt stabil bleibt.
      Da bin ich eher skeptisch.

      VG / Felix

      Antwort
      • Juli 14, 2017 um 4:48 am
        Permalink

        Ich bin Short. Ist man immer wenn man die Option verkauft. In meinem Fall ist es so dass der Strike bei 16,8 liegt. Am Verfallstag werden mir 100 Telekom für 1680€ (100xStrike) eingebucht, sind aber nur 1590€ (Stand 13.07) wert. -> Verlust 90€

        Alternativ könnte ich die Option wieder zurückkaufen, das kostet mich ca 105€, einnahmen waren ca 30, Verlust wären also für mich 75€.

        In beiden Fällen sieht es für mich bzw. den neuen Besitzer nicht so gut aus, deswegen das Angebot 🙂

        Zu PSM: dein erster Strike lag bei 35. wenn dein Strike unter Druck gerät dann rollt man normal nicht nach oben, sondern nach unten

        Antwort
        • Juli 14, 2017 um 6:31 am
          Permalink

          Allein mit dem Options-Produkt, konnte ich nicht sehen, ob du Short oder Long bist.
          Wirst du denn verkaufen?
          Wann hast du die Option verkauft?

          Das wäre eine gute 3. Frage meinerseits: “Muss” man immer nach unten rollen bei Puts?
          Bzw. definiert sich das Rollen durch ein “nach unten”?
          Ich halte den neuen Strike einfach für realistisch und wollte meinen Verlust wieder rein haben 🙂

          VG / Felix

          Antwort
          • Juli 15, 2017 um 7:11 am
            Permalink

            Verkaufen kann ich nix, das habe ich ja schon wenn ich Short bin. Zurückkaufen könnte ich, mache ich aber diesmal nicht.
            Und müssen muss man gar nix. Als Optionsverkäufer handelst du halt Wahrscheinlichkeiten, und die Wahrscheinlichkeit dass PSM auf 36 steigt ist halt niedriger als auf 34 wenn der Basiswert bei ca 33 steht. Was du denkst ist bei Optionen egal, es zählt nur die Wahrscheinlichkeit, wenn du langfristig Geld verdienen willst. Wenn du von 10 Optionen 8 Gewinner hast dann musst du wenig reparieren und wirst langfristig Gewinn machen, wenn du von 10 Optionen nur 5 Gewinner hast wird es langfristig nix werden. Dein Ziel muss also sein, möglichst viele Optionen zu verkaufen, die eine hohe Gewinnwahrscheinlichkeit haben. Was du denkst, wo die Aktie sich hinentwickeln wird ist, hart gesagt, vollkommen egal.

            Wichtigste Kennzahl: das Delta. Schau dir dazu mal das Video von Jens Rabe an, er kann solche Sachen viel besser erklären.

          • Juli 15, 2017 um 11:03 am
            Permalink

            Danke für den Hinweis zu Jens Rabe. Ich verfolge seine Videos auch sehr gerne.
            Guter Typ, auch wenn ich von Berschirr Haddaway noch nie etwas gehört habe 😉

  • Juli 13, 2017 um 2:37 pm
    Permalink

    Hallo Felix,

    mir gefällt als Schalker Deine Übersicht zu den Finanzprodukten wirklich sehr. 😉
    Anscheinend breitet sich der Optionshandel als Stillhalter immer weiter aus. Ich bin auch noch dabei mich näher mit den Details zu beschäftigen.

    Hast Du Dir schon eine konkrete Strategie überlegt und was sind Deine Ziele mit dem Optionshandel?

    Schöne Grüße
    Dominik

    Antwort
    • Juli 13, 2017 um 6:04 pm
      Permalink

      Hi Dominik,
      Eine richtige Strategie habe ich noch nicht. Bisher ist es eher learning by doing.
      Etwas Bedenken habe icb bezüglich einer Korrektur des Gesamtmarktes.
      Dann lägen die Short Puts schnell im Geld.

      Sehr attraktiv finde ich die Covered Call Strategie.
      Allerdings möchte ich mein langfristiges Depot (noch) nicht mit dem Optionshandel mischen.
      Also müsste ich erstmal Geld auf Degiro nachschießen.

      Planst du auch, dich mal mit Optionen auszuprobieren?

      VG / Felix

      Antwort
      • Juli 13, 2017 um 6:18 pm
        Permalink

        Hallo Felix,

        ich bin noch dabei mich näher zu informieren und das aus der Theorie heraus tiefer zu verstehen.
        Bin da eher so der Sicherheitsmensch, der alle möglichen Szenarien vorher durchdenkt und sich dann langsam herantastet. Irgendwann wird es allerdings auch Zeit in die Praxis zu gehen und das Wissen anzuwenden.

        Nur Theorie bringt es ja auch nicht.

        Schöne Grüße
        Dominik

        Antwort
        • Juli 14, 2017 um 6:39 am
          Permalink

          Wenn am Gewinn rausspringt: “Keine Rendite ohne Risiko”
          Wenn ein Verlust stehen bleibt: “No risk, no fun” 🙂

          LG / Felix

          Antwort
  • Juli 13, 2017 um 2:41 pm
    Permalink

    Hey Felix,

    noch einer mehr bei den Options-prämien-jägern 🙂
    Ich habe auch so angefangen, sitze allerdings aktuell noch auf zwei Positionen die mir eingebucht wurden und auf die ich aktuell nur Dividenden kassiere, da sich Call Optionen gerade so gar nicht lohnen bzw zu weit unter meinem Einstiegskurs wären.

    Aber zu deinem Artikel, du hast da noch zwei falsche Sätze drin, der Absatz dazwischen ist dann aber wieder korrekt beschrieben.

    Du schreibst:

    […] Sinkt der Basiswert also unter den Strike-Preis, darf der Käufer der Put-Option seine Aktien an den Verkäufer der Put-Option verkaufen.
    Und zwar zu dem aktuellen Kurs des Basiswertes.

    Das ist falsch – Er verkauft sie natürlich zum Strikepreis.

    Ausserdem:
    “[…]
    Der Basiswert liegt derzeit bei etwa 34 €.
    Das heißt, die Option ist “im Geld” (unterhalb des Strike-Preises).
    Der Käufer des Puts, hätte das Recht, seine Aktien an mich zu verkaufen. Zum Preis von 34 € pro Aktie.

    Auch hier natürlich zum Strike-Preis(35 €) – Wenn der Basiswert bei 34 € steht dann kann er sie dafür ja auf dem normalen Markt verkaufen – durch die Option mit Strike 35 darf er sie aber an dich für 35 € verkaufen und sich somit 100 € Gewinn pro Option (abzgl Gebühren) sichern.

    Deine Fragen wurden ja schon teilweise beantwortet bzw mehr als “first in first out” fällt mir dazu auch nicht ein 🙂

    mfg
    Oli

    Antwort
    • Juli 13, 2017 um 6:14 pm
      Permalink

      Hi Oli,
      Vielen Dank für das aufmerksame Lesen und die Korrekturen. Du hast natürlich in beiden Fällen Recht.
      Meine Fragen an dich:
      1. Hättest du die Puts lieber gerollt, als das sie eingebucht wurden? Hast du es einfach ausgesessen, zu spät reagiert oder ganz bewussst die Aktien einbuchen lassen?
      Ich finde die Abwögung noch etwas schwierig.
      2. Sind die Aktien so weit vom Einstiegskurs weg, dass gar keine Optionen mit einem Strike-Preis oberhalb des Einstiegspreises angeboten werden? Wäre es insgesamt (mit Beachtung der ursprüngluchen Prämie) nicht auch möglich, einen Strike-Preis nahe des Einstiegskurses zu nehmen? Oder gehst du einfach davon aus, dass sich did Aktien mittelfristig gut entwickeln?
      3. Welchen Broker nutzt du? Niedrige Optionsgebühren und kostenlose Dividendenverbuchung sind nicht so häufig zu finden.

      VG / Felix

      Antwort
      • Juli 14, 2017 um 9:53 am
        Permalink

        Hey Felix,

        1) Bei der einen Position habe ich mich klar gegen das Rollen entschieden ( https://www.penningfuxer.de/2017/115/intel-shortput-warum-ich-nicht-rolle/) kurz gefasst weil das Unternehmen “stabil” ist und gute Dividende zahlt. Bevor ich einen Verlust durchs Rollen realisiere (nichts anderes ist das meiner Meinung nach, auch wenn mir da manche widersprechen würden) nehme ich lieber die Aktie und warte auf einen besseren zeitpunkt zum Widerverkauf.

        Beim zweiten mal hätte ich vermutlich anders gehandelt wenn ich gekonnt hätte – die Aktie (KMI) sehe ich nicht unbedingt als zukunftsfähig an – hab mich aber wegen Prämienhöhe und Anzeichen eines Kursschwenks hinreisen lassen trotzdem einen Put zu verkaufen.

        Wie ja ein anderer Leser schon angemerkt hat können amerikanische Optionen jederzeit “eingelöst” werden. So auch in diesem Fall als die Aktie nach 5 Tagen leicht unter den Strikepreis viel und sofort eingebucht wurde. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet ^^.

        2) Die Aktien sind nur 1-2 € weg vom Einstiegspreis – aber die Volatilität ist so hering, dass ich für Optionen zum Einstiegspreis nur 5 -10 € (pro Option) bekommen würde. Abzüglich der 3 € Gebühr ist mir das Risiko es nicht wert. Risiko meine ich den Fall, dass die Aktie wieder aufdreht und ich sie dann “billig” angeben muss. Für mich wäre das zwar kein Verlust aber ich würde auf gewinne verzichten nur weil ich auf Teufel komm raus Optionen geschrieben habe. Da halte ich aktuell lieber die Füße still und nehme die Dividenden mit bzw warte auf ein Steigen der Vola. Das nervt mich nicht so sehr wie es mich nerven würde aufgrund von Ungeduld Geld verschenkt zu haben ^^

        3) Ich bin wie Chri auch bei Banx – niedrige Optionsgebühren und kostenlose Dividendenverbuchung – aber das gibt es aktuell immer nur um den Nachteil, dass es sich um ausländische Anbieter handelt und man demnach den Steuerkram selbst in Ordnung bringen muss.

        mfg
        Oli

        Antwort
        • Juli 15, 2017 um 11:11 am
          Permalink

          Hi Oli,
          Danke für die Infos. Was genau meinst du mit “Steuerkram”? Kein W-8Ben?
          Ich schau mir Banx mal an.

          VG / Felix

          Antwort
  • Juli 14, 2017 um 12:48 am
    Permalink

    Hallo Felix,

    zur Ausübung der Optionen kann ich bei IB nur sagen, dass man dies über die Handelssoftware TWS veranlassen kann. Ist bei mir aber auch nur theoretisches Wissen, da ich als Stillhalter nie in diese Situation komme.
    Im Übrigen schreibst du in den Kommentaren, dass der Käufer die Option zu jedem beliebigen Zeitpunkt ausüben kann. Das ist nur bedingt richtig und hängt von der Art der Optionen ab. Es gibt amerikanische Optionen, die immer ausgeübt werden können und europäische, die nur am Ende der Laufzeit ausgeübt werden können (merke ich mir über die Anfangsbuchstaben a = always, e = Ende ;)). Die Variante kannst du dir aber leider nicht aussuchen, das gibt die Börse vor, je nachdem welches Underlying Du handelst.

    Aus meiner persönlichen Entwicklung kann ich übrigens sagen, dass ich sehr schnell weg von kurzen Laufzeiten mit Aktien/Futures, zu sehr langen Laufzeiten (3-18 Monate) mit Indizes gelandet bin. Ist aber eine ganz andere Strategie, da ich das Andienen der Optionen scheue, wie der Teufel das Weihwasser. Aufgrund der längeren Laufzeiten kann man aber eben auch den Strike viel weiter vom aktuellen Kurs setzen.

    Du wirst deine Erfahrungen sammeln. Viel Erfolg 🙂

    Antwort
    • Juli 14, 2017 um 6:38 am
      Permalink

      Hi Elmar,
      die passende Laufzeit ist ein guter Punkt. Irgendwo habe ich gelesen, dass Optionen mit einer Laufzeit von 4-8 Wochen die besten Chancen bieten.
      Ob man das so pauschal sagen kann?!…

      Das mit den europäischen und amerikanischen Optionen ist so eine Sache.
      So viel ich gelernt habe, sind Aktien-Optionen in aller Regel amerikanische Optionen (Ausübung jederzeit möglich), egal ob es sich um amerikanische oder eurpäische Basiswerte handelt.

      Wo handelst du deine Optionen? Bei Degiro habe ich bis auf den ODax nicht viel gesehen.

      Und stimmt es, dass eine Index-Optionen nicht immer aus 100 Stück des Basiswertes bestehen?

      LG / Felix

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      • Juli 14, 2017 um 11:36 am
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        Hallo Felix,
        von den Begriffen nicht irritieren lassen. Europäisch und amerikanisch hat nichts mit der Nationalität der Basiswerte zu tun 🙂 Das ist nur mal wieder Finanz-Sprech für die unterschiedlichen Arten der Ausübung. Die Art legt wie gesagt die Börse fest, an der die Option gehandelt wird. Und im Laufe der Jahre kann sich die Art ob europäische oder amerikanisch auch gerne mal ändern. Je nachdem, was die Börse gerade meint, womit sie mehr Kunden zum Handeln animieren kann 🙂

        Bezüglich der Laufzeiten würde ich keine pauschalen Empfehlungen geben. Der Grund, warum Anfänger immer mit kurzlaufenden Optionen anfangen ist, dass hier der Zeitwertverfall angeblich am höchsten ist (Finanz-Sprech: Das Theta ist hoch). Man macht also scheinbar schnell Kasse. Das mag in der Theorie auch so sein, nach meiner Praxiserfahrung ist dieser Effekt aber vernachlässigbar. Wichtiger ist vielmehr den Zeitpunkt der Positionseröffnung richtig abzustimmen. Heißt: Auf Zeiten warten, in denen die Volatilität hoch ist und man dementsprechend hohe Prämien einnehmen kann. Das hängt aber wie gesagt auch immer von der Strategie ab, die man verfolgt. Ich will ausschließlich an den Optionsprämien verdienen. Bei deiner Strategie mag das anders aussehen.

        Mein Konto habe ich bei Interactive Brokers. Dort Handel ich vornehmlich auf den Euro Stoxx 50 (OESX). Der Vervielfältiger beträgt 50 und nicht wie bei deinen Aktien 100. Die Volatilität kann man am zugehörigen Volatlitätsindex VSTOXX ablesen. Und da sind wir schon beim Thema: Wir sind momentan in einer Phase ausgesprochen niedriger Volatilitäten. Das heißt, ich mache das, was man als Stillhalter ohnehin perfektionieren muss: Füße still halten 😉 Ich eröffne derzeit so gut wie keine Positionen und wenn dann nur mit sehr langer Laufzeit (> 12 Monate).

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        • Juli 14, 2017 um 11:43 am
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          Tippfehler, der Vervielfältiger beim Euro Stoxx ist 10 und nicht 50.

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        • Juli 15, 2017 um 11:08 am
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          Hi Elmar,
          ich tendiere bei zukünftigen Optionen auch eher zu längeren Laufzeitem.
          Entweder ich verkaufe einen Put auf eine schöne Dividendenaktie mit Laufzeit 6 bis 18 Monate und relativ hohem Abstand zum Strike. Falls sie deutlich fällt, kaufe ich ich sie gerne ein.
          Oder ich kaufe jetzt eine gute Dividendenaktie und verkaufe einen Covered Call.
          Bei Degiro kann man aber wie bereits gesagt derzeit noch keine US Aktien kaufen.
          Die guten europäischen Blue Chips haben recht hohe Kurse, sodass der Kauf ziemlich teuer wäre…

          Naja, es eilt ja nicht 🙂

          VG / Felix

          Antwort
  • April 12, 2018 um 7:26 am
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    Hallo Felix,

    ich bin gerade dabei, mich ebenfalls in das Thema einzuarbeiten. Dein Beitrag hat mir geholfen, die Produktbezeichnung zu verstehen. (z.B. PSM P35.00 21JUL17) Vielen Dank!

    Hast du zu dem Thema irgendwelche Bücher gelesen, die du empfehlen kannst?

    Und wie sieht es jetzt – fast ein Jahr nach dem Beitrag – aus? Verfolgst du den Optionshandel weiterhin?

    Beste Grüße
    Nico

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