Schatz, der Index schlägt mich

Die Europäische Union ist zerstritten, die Wirtschaftslage trübt sich zu und von der Stimmung um die deutsche Fussball-Nationalmannschaft brauchen wir erst gar nicht zu sprechen.
Insgesamt also kein positives Gesamtbild.

Apropos kein positives Gesamtbild – in meinem Depot sieht es nicht besser aus.

Ich gehöre nicht zu der Spezies Finanzblogger, die eigene Finanzprodukte verkaufen und den Erfolg ihrer eigenen Anlagestrategie nachweisen sollten. Dennoch bin ich für Transparenz im Bereich Portfolio-Performance, also der Frage wie gut oder schlecht mein Depot abgeschnitten hat.

Nachdem nun das erste Halbjahr 2018 vorbei ist, lasse ich in diesem Beitrag mal die Hosen runter und zeige dir meine aktuelle Performance.

Meine Anlage-Strategie

Um den Erfolg eines Depots bewerten zu können, muss man aus meiner Sicht auch immer die Anlagestrategie beachten. Risikoaverse Anleger, die großen Wert auf ein schwankungsarmes Depot legen, schneiden in guten Börsenphasen häufig schlechter ab. Risikoaffine Tech-Aktien-Jünger waren in den letzten Jahren sehr erfolgreich, könnten aber in Schwäche-Phasen überproportional verlieren.

Als ich vor etwa fünf Jahren meine ersten Wertpapiere kaufte, waren das vor allem aktiv gemanagte Fonds und spekulative Einzelaktien. Am 10. Juni 2013 wanderten sowohl der Allianz Europe Equity Growth Fonds (gar nicht so schlecht ), als auch die C.A.T. Oil AG (heute Petro Welt) als allererste Werte in mein Depot. Es folgten “Highlights” wie Lupaka Gold (gibt’s die noch?), Adler Modemärkte oder Alberta Oilsands.

Bereits einige Monate später, wurde mein Depot mit den Aktien von Cap Gemini, Roche und Henkel geradezu konservativ. Mit Roche wäre ich heute bei +/- 0%, mit Henkel bei + 47% und mit Cap Gemini bei + 167%! Zusätzlich hätten üppige Dividenden in der Kasse geklingelt. Hätte, hätte…

Positiv bleibt festzuhalten, dass ich diese “wilde Phase” ohne Verluste überstanden habe. Ich weiß, ich weiß, das behaupten viele – aber hier stimmt es wirklich. Gewonnen habe ich allerdings auch nichts. Selbst mit einem einfachen DAX-ETF wäre ich deutlich besser gefahren und hätte einige hundert Euro Rendite gemacht. Aber jetzt bin ich schon wieder bei “Hätte, Hätte ….”

Ab Mitte 2015, habe ich dann per Sparplan in ETFs investiert. Ganz brav 70% in den MSCI World und 30% in den MSCI Emerging Markets. So wie Papa Finanzwesir und Onkel Finanzrocker es immer predigen. Obwohl letzterer ja auch ein Faible für Einzelaktien hat.

Aus dreierlei Gründen, habe ich diese ETF-Positionen Mitte 2017 aufgelöst.

Zum einen, weil Einzelaktien aus meiner Sicht das direktere Investment sind. Man investiert direkt in Unternehmen und nicht in einen Finanzpool, der wiederum die investierten Gelder über Unternehmensaktien kippt. Klingt vielleicht naiv und pedantisch – is’ aber so.

Zum anderen finde ich es spannend, mich ab und zu mit Unternehmen, deren Geschäftsmodellen und Zukunftsaussichten zu beschäftigen. Ich denke auch, dass ich zu diesen Wertpapieren ein engeres Verhältnis aufbauen kann und deshalb nicht so schnell verkaufe (soweit die Theorie).

Ein dritter Punkt Pro Aktien sind die auf lange Sicht niedrigeren Gebühren. Auch wenn ETFs sehr niedrige laufende Kosten haben – die laufenden Kosten bei Aktien sind Null-Komma-Null.

Durch den Verkauf der Fonds Mitte 2017, habe ich recht ordentliche Gewinne realisieren können. Während der Korrektur-Phase in den Jahren 2015 und 2016, konnte ich ja vergleichsweise günstig einkaufen. Und im Einkauf liegt der Gewinn – hat Oma immer gesagt.

Ende 2017 hielt ich es dann für angebracht, meine weitere Investment-Strategie zu definieren. Diese sieht seitdem wie folgt aus:

– Aufbau eines ausgewogenen Depots mit Einzelaktien (20 bis 40 Einzelwerte)
– Ausgewogene Sektoren- und Regionen-Gewichtung (aber ohne konkrete Ziele)
– Monatliche Überweisung eines fest definierten Betrages auf das Verrechungskonto
– Monatliche Käufe per Sparplan (variable Summe je nach Marktlage)
– Keine Verkäufe
– Überprüfung der Strategie Ende 2018

Vielleicht nicht die beste Strategie aus Sicht anderer Anleger, aber immerhin mal ein Anfang. Zu den Stärken und Schwächen verliere ich gleich noch ein paar Sätze.

Aktueller Status

Im Finanzblogroll-Monatsabschluss, berichte ich bereits über die jeweilige Depot-Performance.

Wenn die Berechnungen des Tools Portfolio-Performance stimmen, sieht es für die erste Jahreshälfte wie folgt aus. Links siehst du die Zahlen für mein Depot, rechts die Zahlen für den Vergleich-ETF des MSCI World.

Quelle: Portfolio-Performance / eigene Daten

Sieht ja auf den ersten Blick nicht so pralle aus.

Im Gegensatz zu Christian Thiel kann ich also nicht meine Frau nicht mit den Worten beglücken.

Schatz, ich habe den Index geschlagen!

Okay, es würde meine Frau auch nicht interessieren. Trotzdem eine interessante Vorstellung.

Bei der Gelegenheit, verweise ich gerne auf das Buch Schatz, ich habe den Index geschlagen!* von Christian Thiel. Aus meiner Sicht eines der ganz wenigen Bücher, das sich an Anfänger im Bereich Wertpapier-Investments richtet und dabei unterhaltsam und verständlich an das Thema heranführt. Und ganz nebenbei werden noch konkrete Anregungen gegeben, mit denen sich jeder Leser identifizieren kann – Apple, Facebook, Nike usw.)


Aber nun zurück zu meiner bescheidenen Depot-Performance.

Was die Fakten betrifft, kommt man schnell zu zwei Schlüssen:

1. Meine Depot-Performance 2018 liegt bisher 6,6 Prozentpunkte hinter dem Vergleichs-ETF des MSCI World
Woran liegt das? Nun ja, zum einen fallen beim Aktien-Kauf Gebühren an, die beim Benchmark-ETF nicht abgezogen werden. Ohne Gebühren läge ich bei etwa -1 %. Zudem habe ich zwei Mal Aktien gekauft, für die kein Sparplan verfügbar ist. Und natürlich habe ich hier genau zu den falschen Zeitpunkten gekauft. Der Teufel ist ein Eichhörnchen. Entsprechend schlecht war die bisherige Performance, zum Beispiel bei der Aktie von ANTA Sports.

Insgesamt muss ich zugeben, dass meine Aktienauswahl nicht glücklich war. Und im Gegensatz zu den Dividenden-Sammlern, denen die Performance scheinbar egal ist, möchte ich zumindest Kursentwicklungen parallel zum Index sehen.

Naja, immerhin den DAX habe ich knapp geschlagen 

2. In jedem Monat war meine Performance schlechter als der Vergleichsindex
Diese Erkenntnis überrascht mich sehr. Woran liegt das? Ich denke es liegt daran, dass ich bereits in 29 Werte investiert und breit diversifiziert bin. Somit ist kein großer (positiv wie negativ) Performance-Unterschied zum Benchmark-Index möglich. Und die Kauf-Gebühren fallen trotzdem regelmäßig und monatlich an.

Ich bin aber optimistisch, dass es mir auch mal gelingt den Index in einem Monat zu schlagen. Dafür bräuchte es endlich mal den Durchbruch bei Celegene, ANTA Sport, Tencent oder Walt Disney.

Einzelpositionen und Gewichtungen

Nun aber nochmal Tacheles. Folgende Positionen bilden derzeit mein Depot.

Quelle: Portfolio-Performance / eigene Daten

Hier die Aufteilung nach Sektoren…

Quelle: Portfolio-Performance / eigene Daten

…und hier nach Regionen

Quelle: Portfolio-Performance / eigene Daten

Insgesamt ein recht ausgewogenes Portfolio. Auch mit den Einzelwerten bin ich grundsätzlich glücklich.

Fazit zum ersten Halbjahr 2018

Insgesamt muss ich feststellen, dass ich deutlich hinter meinem Vergleichs-Index geblieben bin. Dass ich ein bisschen besser performt habe als Dax, tröstet mich wenig.

Ich werde die weitere Entwicklung bis Ende des Jahres beobachten und dann ein Gesamtfazit ziehen. Gut möglich, dass ich im nächsten Jahr wieder auf die passive ETF-Anlage umsteige. In keinem Fall werde ich aber Wertpapiere verkaufen. Verändern werde ich nur die Art der Neuanlage.

Möglicherweise steige ich auch auf eine alternative Anlageform um. Ich kann mir auch vorstellen, innerhalb des nächsten Jahres etwas vorsichtiger zu werden und Festgeld-Angebote  zu nutzen. Die Plattform WeltSparen bietet hier beispielweise einen übersichtlichen Vergleich der besten Festgeld-Konten. WeltSparen ist das führende Portal für Geldanlagen bei Banken aus Europa. Durch die EU-Richtlinien zur nationalen Einlagensicherung, profitiert man von höheren Renditen bei gleichbleibenden Anlage-Risiken.

 

So, genug zu mir  Wie sieht eure Performance für das erste Halbjahr 2018 aus?

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21 Gedanken zu „Schatz, der Index schlägt mich

  • Juli 17, 2018 um 11:25 am
    Permalink

    Hallo,
    mein Depot liegt zum Stichtag 30.06. mit 2,40% leicht im positiven Bereich.
    Die Volatilität liegt bei 10,61%. Die Rendite ist okay, aber nicht gut. Am Ende liege ich unter dem MSCI-World, ich hätte für diese Zeit also auch einen ETF kaufen können und hätte eine bessere Performance gehabt. Ein halbes Jahr ist allerdings zu kurz, um sich wirklich ein Urteil dazu zu bilden.

    Meine Depot besteht übrigens aus 19 weltweiten Bluechips. Ausgangspunkt meines Depots war die Dividendenstrategie. Dieses Depot/Strategie führe ich seit 2012.
    VG
    Jan-Christian

    Antwort
    • Juli 17, 2018 um 12:43 pm
      Permalink

      Hi Jan,
      ein halbes Jahr ist viel zu kurz für eine Aussage zur Strategie – aber Spaß macht es ja trotzdem 🙂 Es erstaunt mich aber, dass du mit einer Dividenden-Strategie so gut abgeschnitten hast.

      VG / Felix

      Antwort
  • Juli 17, 2018 um 11:46 am
    Permalink

    An sich gefällt mir dein Depot, rationale Mischung. Gibt es einen Grund, warum du FMC gegenüber Fresenius vorziehst?
    Einfach durchhalten, auch am MSCI World machen Tech-Werte einen großen Teil aus, da könnte die “outperformance“ herkommen. Allerdings gibt es auch “defensive“ Tech -Werte wie Cisco, die nicht so viele Vorschusslorbeeren tragen wie FANG und dementsprechend auch in einem defensiven Portfolio Platz finden.
    Meine Performance ist dieses Jahr +10% nach IZF und TTWROR. Mein Depot enthält ein paar Tech’s (MSFT, Cisco, Intel) sowie einige “Defensivtitel“ (Church&Dwight -mein Favorit- , Nike, Coloplast, Fresenius, Public Storage) um einige zu nennen. Aufgrund meiner dauerhaft angestrebten Performance von 10% p.A. hab ich als Obergrenze 20 Titel für mich festgelegt. Die letzten 5 Jahre hat es stets geklappt. Ich bin davon überzeugt, dass man mit ein wenig Fingerspitzengefühl für einigermaßen aussichtsreiche Unternehmen (es müssen nicht die Highflyer sein) und ein wenig Recherche (Check, Buy n Hold n Check) den Index dauerhaft leicht schlagen kann (einfach die Gurken vermeiden, nicht jedem Tipp oder Finanzblogger Folgen ( 😉 ) und dafür mit großen Volumen investieren, wenn man sich bei einem Unternehmen ‘sicher’ ist.)
    Stock Picking ist mMn deshalb ‘besser’ für Einsteiger geeignet als ETF’s, weil es eine Bindung zum Unternehmen schafft und den Anreiz setzt länger dabei zu bleiben. Die schönste passive Marktrendite nutzt mir nichts, wenn ich langfristig die Lust verliere. Da hab ich zur Not Spaß und eine leichte underperformance. Von der habe ich dann real mehr, weil ich dabei geblieben bin.

    Antwort
    • Juli 17, 2018 um 12:42 pm
      Permalink

      Hi Pascal,
      wie misst du deine Depot Performance – Auch mit Portfolio Performance?
      Deine Strategie gefällt mir und ich denke, dass ich in eine ähnliche Richtung gehe.
      Achtest du auch auf eine Diversifikation nach Regionen und Branchen?

      FMC hat mich irgendwie mit seinem Dialyse-Geschäft überzeugt. Eine bessere Diversifikation hat man sicherlich mit Fresenius.

      VG / Felix

      Antwort
      • Juli 17, 2018 um 1:32 pm
        Permalink

        Ja ich nutze auch Portfolio Performance, es ist für die Renditeberechnung das beste Tool. Mir fehlen dort leider (noch) logharitmische Charts. Auf Branchen achte ich eher sekundär. Es spielt eine Rolle, ist aber nicht entscheidend für eine Investmententscheidung. Wenn ich ein Unternehmen finde, wo ich denke: Das hat eine richtig gute Zukunft vor sich, weil es ein tolles Produkt hat das noch dazu hohe Margen abwirft und etwas Besonderes ist (man kann das Produkt nicht 1:1 ersetzen – Bsp: MS Office vs. OpenOffice, Smartphone vs. IPhone; Starbucks vs. Kaffee etc.) dann ist mir die Branche egal. Über das gesamte Depot hinweg achte ich jedoch darauf, dass nicht alle Werte in einer Branche tätig sind. Auf Regionen achte ich gar nicht. Zum einen, weil ein Teil meiner Unternehmen sowieso Weltweit tätig sind und zum anderen weil ich von den CEO´s erwarte, dass sie entscheiden wo sich Investitionen lohnen. Der CEO ist für mich auch der wichtigste Faktor. Von seinen entscheidungen hängt die Unternehmensentwicklung ab (zumindest bei kleineren Unternehmen bzw. Unternehmen mit schlanker Hirarchie – eine Siemens z.B. würde ich mir aufgrund der Struktur nie ins Depot holen). Wenn der CEO beteiligt ist oder sogar die Mehrheit der Anteile besitzt ist das Klasse, wenn die Unternehmensführung nur wenige Personen umfasst die dauerhaft an Bord sind, noch besser.

        Antwort
        • Juli 19, 2018 um 5:16 am
          Permalink

          Klingt nach einem Plan! 🙂
          Was ich bei Portfolio Performance spannend fände, wäre ein Blick auf die eigentlich Wertentwicklung statt der Kurse. D.h. wie haben sich die Gewinne oder Cash-Flows je Aktie entwickelt. Der Kurs spiegelt das ja leider häufig nicht wieder. Würde man mehr auf die eigentlichen Finanz-Kennzahlen des Unternehmens (und vor allem deren Wachstum) schauen, käme man etwas weg von der kurzfristigen Sicht auf Kursverläufe.

          Antwort
  • Juli 17, 2018 um 12:00 pm
    Permalink

    Hey Felix,

    ich glaube, dein Problem sind tatsächlich die Gebühren bei den Sparplänen und die vielleicht zu breite Diversifizierung? Ich finde, du hast wirklich enorm viele Einzelwerte … und vielleicht bist du auch zu aktiv? Du verkaufst zwar nicht, aber kaufst sehr oft (das Cost-Averaging lohnt sich nur in der Baisse, in der Hausse liefert sie leider ein schlechteres Ergebnis).

    Ich habe ein paar Monate einen MDax-ETF per Sparplan bespart, aber dann irgendwann lieber aufgehört. Irgendwie ist mir das mit den Sparplänen nicht ganz koscher. Weiß auch nicht, wieso :/

    Ich bin aber kein Profi und auch nicht lange dabei. Ich hab mich auch von der Börse als Vermögensvehikel abgewandt, deswegen beschäftige ich mich seit längerem nicht mehr damit. Vor einer Weile habe ich mich von meinem lahmenden Pferd abgewandt, IBM und bin stattdessen bei Microsoft auf einem Allzeithoch eingestiegen. Im Moment stehe ich gesamt bei +11% und bin sehr zufrieden 🙂 Kann aber auch sein, dass das ordentlich einkracht, wenns bergab geht :/ Zu welchem Kurs bist du bei Disney eingestiegen? Der hat sich doch ganz gut entwickelt …

    Bei den Einzelaktien vs. ETF sehe ich das ganz genauso wie du … Einzelaktien finde ich auch viel sympathischer, transparenter und direkter.

    Viele Grüße,
    Anna

    Antwort
    • Juli 17, 2018 um 12:36 pm
      Permalink

      Hi Anna,
      die Gebühren bei Sparplänen sind das eine, die Spreads und Kurse (vor allem bei Werten mit niedrigem Umsatz) das andere.
      Hierzu wollte ich auch schon länger mal eine Auswertung fahren.
      Wenn man nur die Zeit dafür hätte… 🙂

      VG / Felix

      Antwort
  • Juli 17, 2018 um 12:03 pm
    Permalink

    ich hatte frueher auch (so fast 20 Jahre) nur Einzelaktien …
    Man lernt viel dabei: Kapitalmarkt – wie funktioniert’s, wie schwer Timing ist, …

    Aktien billiger als ETFs?
    Es gibt?/ es gab alle moeglichen Kapitalmassnahmen, die zT schon extra Kosten oder Steuern erzeugt hatten (Abspaltungen von Mini-Geschaeftszweigen, besond. Dividenden, u.a.)
    Also meiner Erfahrung nach sind Einzelaktien immer teurer als ETFs (wobei beides zukuenftig gegen kostenlos tendiert). Und machen mehr Arbeit. Viel mehr!

    Das ist wie Rasenmaehen: manchmal ganz witzig/ertuechtigend, aber oft auch ein bisschen laestig … bzw v.a. fremdbestimmt.
    Je mehr Einzelaktien es wurden, desto laestiger war das Dividenden tracken / Kurse eingeben.

    Das Gute, wenn man als junger Mensch mit Einzelaktien anfaengt: es ist noch nicht soviel Geld da, welches underperformt 😉
    Es bleibt noch genug Zeit, um spaeter mit ordentlichen Sparraten in ETFs die Altersvorsorge zu pimpen.

    @Felix, du hast ja nicht nur MSCI WORLD Werte im Depot, da ist es evtl besser mit einem Eigenbau-Index zu vergleichen?

    Hier gerade nochmal dargelegt wie es geht:
    https://frugalisten.de/die-dividenden-strategie-der-grosse-selbstbetrug/#comment-10805

    Aber nur Mut. Die letzten 9 Jahre waren eh’ nur pille-palle.
    Spannend werden die Performance-Schoenungen kleinster Zeitzwischenraeume, wenn mal ein paar fette Minus-Jahre dazu kommen … 😉

    Antwort
    • Juli 17, 2018 um 12:34 pm
      Permalink

      Hi Jörg,
      mit deiner Erfahrung kann ich natürlich nicht mithalten.
      Gelernt habe ich zumindest eines: Verkaufen ist tabu. Daher bin ich recht entspannt was die Frage “Einzelaktien oder ETFs” betrifft. Wie im Beitrag geschrieben, kann ich mir gut vorstellen, im nächsten Jahr nur auf ETFs zu setzen. Vielleicht habe ich dann auch weniger Interesse, mich mit der Börse und ihren Launen zu beschäftigen.

      VG / Felix

      Antwort
  • Juli 17, 2018 um 5:47 pm
    Permalink

    Russland fehlt mir grundsätzlich in vielen Depots. Ich habe 5% in einem Russland ETF. Politisch nicht gewollt, vom Westen ignoriert oder als Feindbild aufrecht erhalten. Ginge es darum, müsste man auch China meiden, aber da gehen viele trotzdem rein.

    Antwort
    • Juli 18, 2018 um 6:40 am
      Permalink

      Bei Russland bin ich mir etwas unsicher, was die “Verfügbarkeit” der Wertpapiere betrifft. Wenn Putin schlecht geschlafen hat, könnten Unternehmen verstaatlicht werden. Dann würden Aktien von heute auf morgen wertlos.
      Allerdings sind Gazprom, PJSC Lukoil oder Sberbank of Russia PJSC schon ziemlich günstig bewertet.

      Antwort
  • Juli 17, 2018 um 9:00 pm
    Permalink

    Interessante Diskussion. Habe auch gerade einen Blick auf die letzten 6 Monate geworfen und bin ca. 30 Prozent vorn. Allerdings handle ich fast keine Einzelaktien mehr.

    Wenn man sich dein Depot ansieht, finden sich fast ausschließlich die Klassiker im Depot, die “jeder” kauft. Woher soll da ration betrachtet also eine Outperformance kommen?

    Antwort
    • Juli 18, 2018 um 6:40 am
      Permalink

      Eine Outperformance erwarte ich ja gar nicht 🙂

      Antwort
      • Juli 18, 2018 um 11:57 am
        Permalink

        Ah ok, welchen Mehrwert versprichst du dir dann durch deine Arbeit? Aufwand betreibst du ja dennoch — sogar recht großen! (Ist ein verstecktes Lob mit drin ;-))

        Antwort
        • Juli 18, 2018 um 12:22 pm
          Permalink

          Na dann nehme ich das versteckte Lob an 😉
          So großen Aufwand betreibe ich ja gar nicht. Monatlich schmeiß ich die Daten in Portfolio Performance und die Aktienauswahl macht mehr Spaß als Ärger. Am Ende sollte dennoch eine markt-ähnliche Performance rauskommen. Leider grätschen mir hier die Kosten dazwischen. Zudem investiere ich derzeit relativ viel im Vergleich zum gesamten Depotwert. Somit kommt wohl die Underperformance zustande.
          Daher – wie im Beitrag beschrieben – werde ich möglicherweise im kommenden Jahr auf ETFs umsteigen. Wenn sich die Performance nicht deutlich verbessert.
          Bei größerem Depotwert würde ich so wie du auf “indirektes” Aktieninvestment in Form von Optionen setzen.

          Antwort
  • Juli 21, 2018 um 1:41 pm
    Permalink

    Hi Felix,
    mir gefällt dein Portfolio. Schon sehr gut gestreut. Da habe ich bei mir noch einiges vor mir.
    Ist doch nicht so schlimm, wenn man kurzfristig hinterm Index liegt. Die langfristige Entwicklung ist doch entscheidend.

    Bei mir sieht es derzeit übrigens gar nicht mal schlecht aus. Seit Anfang 2018 liegt mein Aktien-Depot gut 11% im Plus bei einer Volatilität von ebenfalls ca. 11% und schlägt damit tatsächlich meinen Benchmark, den MSCI World um ca. 6% bei nur 1-2% mehr Volatilität.

    Aber wie ich bereits sagte: die kurzfristige Entwicklung ist nicht so wichtig und für einen langfristigen Vergleich ist mein Portfolio zu jung. 😉

    Ich muss jedenfalls noch an meiner Diversifikation arbeiten, damit es auch in schwierigen Zeiten akzeptabel läuft.

    Beste Grüße
    Tobias

    Antwort
  • Juli 27, 2018 um 3:33 pm
    Permalink

    Ein tolles Beispiel für pro passives Investieren in Indexfonds und Contra aktives Investieren in Einzelwerte. Und meiner Meinung nach ist ein Depot mit 30-40 Einzelwerten nicht großartig diversifizier.

    Antwort
    • Juli 29, 2018 um 8:55 am
      Permalink

      Dem ersten Punkt kann ich nicht widersprechen 🙂

      Beim Punkt Diversifikation gibt es allerdings auch viele Meinungen und Untersuchungen, die ein aus 15-20 Einzelwerten bestehendes Depot für ein ausreichend diversifiziert halten.

      Antwort
  • Juli 29, 2018 um 8:31 am
    Permalink

    Wieso Weltsparen, wenn es Mintos oder Bondora gibt?

    Antwort
    • Juli 29, 2018 um 8:53 am
      Permalink

      Das sind für mich zwei verschiedene Paar Schuhe.

      Antwort

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