Scheiße, Motorschaden!

Wer sich vernünftig um seine Finanzen kümmert, führt in aller Regel ein Haushaltsbuch.
Zumindest am Anfang.

Einnahmen und Ausgaben werden – in der Regel digital – notiert und in einzelne Kategorien unterteilt. Manch einer nutzt noch hübsche KuF-Diagramme (KuF = verständlich für Kinder und Führungskräfte).

Zusätzlich kann man Budgets für die einzelnen Kategorien festlegen.

Alles seine Ordnung. Deutsche Gründlichkeit eben.

Zudem gibt die ganze Planerei ein Gefühl der Transparenz und Sicherheit. Transparenz weil endlich klar wird, wohin die ganze Kohle im Laufe des Monats fließt. Sicherheit, da man bei der kaputten Waschmaschine nicht ins Schwitzen gerät, weil man nicht weiß, ob man die Reparatur bezahlen kann.

Blöd nur, wenn es trotz allen Sparens und Budgetierens zu einer unerwartet hohen Ausgabe kommt.

Folgende Story:
Am frühen Montagmorgen dieser Woche, steigt ein gutaussehender, top motivierter und cleverer junger Mann in seinen zuverlässigen Skoda Fabia. Er startet den Motor.
Der ruckelt kurz, scheint sich aber schnell wieder gefangen zu haben.

Der Mann – diese fleischgewordene Mischung aus Brad Pitt und Sankt Martin – lenkt den Pkw auf die Autobahn. Nun ist ein Fabia mit 86 PS nicht gerade ein Porsche Carrera. Aber auch für seine Verhältnisse, zieht der Wagen nicht richtig an. Daher lenkt der Mann den Wagen von der Autobahn und fährt wieder Richtung Heimathafen. Auf dem Weg dorthin geht mehrfach der Motor aus. Der Teufelskerl am Steuer behält aber die Beherrschung und schafft es tatsächlich bis nach Hause.

Zeit für einen Anruf beim ADAC.

Nach einer Stunde Wartezeit steht fest: Die Engel beim ADAC sehen nicht aus wie die Victoria’s Secret Engel Alessandra Ambrosio, Tyra Banks oder Cara Delevingne. Eher wie Manni von der Pommesbude.

Die nächste Hiobsbotschaft gibt es in der Werkstatt: Motorschaden nach übersprungener Steuerkette. Nach gerade einmal 66.000 km auf dem Tacho. Geschätzte Reparaturkosten in der VW Fachwerkstatt: ca. 6.500 €

Corpus Defecti

Nach einigen Überlegungen und Recherchen, gibt es folgende Alternativen:

a) Reparatur des Wagens in einer “Hinterhof”-Werkstatt für ca. 4.500 €
b) Inzahlungsnahme des Wagens beim VW Händler für ca. 1.500 € bei gleichzeitigem Kauf eines Neu-/Gebrauchtwagens (nur VW)
c) Privater Verkauf des Pkw und Kauf eines Gebrauchtwagens bei einem anderen Händler

Aktuell sieht es nach Option c) aus. Heute Nachmittag habe ich einen Termin mit “Amine”, der mir “einen guten Preis” machen will. Jeder Leser, der in einer Großstadt oder im Ruhrgebiet wohnt, weiß wovon ich spreche…

Sollte also ab heute nachmittag bis spätestens Freitag keine Aktivität auf meiner Seite oder meinen Social Media Accounts bemerkbar sein … ihr wisst ihr Bescheid!

Im Falle meines Ablebens gehen meine Gentex-Aktien an Stefan und die Aktien der Commonwealth Bank of Australia an Charlie (danke für die Tipps!).

Und die Moral von der Geschicht’?

Trotz des ärgerlichen Motorschadens und der teuren Folgekosten, brauchte ich nicht nervös zu werden. Das Auto ist abbezahlt und ich habe ein paar Euro in der Hinterhand, um zumindest eine brauchbare Anzahlung für einen neuen Gebrauchtwagen zu leisten.

Genau in diesen blöden Situationen zahlt es sich aus, seine Finanzen “im Griff” zu haben. Das heißt nichts weiter, als möglichst schuldenfrei zu sein und ein bisschen finanziellen Puffer zu haben.

Wegen eines Motorschadens brauche ich mir keine schlaflosen Nächte machen. Da bietet das Leben deutlich Schlimmeres, was nicht mit Geld aufzuwiegen ist.

So…das waren doch brauchbare “letzte Worte”. Macht’s gut Freunde!

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22 Gedanken zu „Scheiße, Motorschaden!

  • März 21, 2018 um 3:15 pm
    Permalink

    schön lesenswert aufbereitet das Unglück – war die Steuerkette schon “angemahnt” bei der Inspektion so ab 80.Tkm geht das ja je nach Type schon los das die (auch nicht ganz billige) Aktion notwendig sei (also beim gebrauchten kaufen drauf achten ob die gewechselt wurde ;))

    Antwort
    • März 21, 2018 um 7:07 pm
      Permalink

      Hi, gekauft habe ich das Auto als Vorführwagen. Da war die Steuerkette noch nicht gewechselt 😉

      VG / Felix

      Antwort
  • März 21, 2018 um 3:53 pm
    Permalink

    Hey,
    na da sind wir ja bei meinem Lieblingsthema angekommenen, welches mich letztes Jahr eine gute Stange Geld gekostet hat. Die Steuerkette.

    Nach so wenig Kilometern sollte man doch mal mit Skoda sprechen. Da sollte noch deutlich mehr sein in Richtung Kulanz. Normalerweise müsste Skoda den größten Teil der Reparatur übernehmen.

    Hast du dich dort mal erkundigt?

    Gruß,
    mafis

    Antwort
    • März 21, 2018 um 7:09 pm
      Permalink

      Hi mafis,
      da ich das Auto bis zum Verfall fahren wollte, habe ich die Inspektionen nicht durchgängig bei Skoda Vertargs-Werkstätten gemacht. Dadurch sind die Chancen auf Kulanz leider sehr gering.

      Hattest du auch einen kapitalen Motorschaden?

      VG / Felix

      Antwort
  • März 21, 2018 um 3:56 pm
    Permalink

    Frag doch jemanden der sich mit Autos auskennt. Mich zum Beispiel. Hast eine E-Mail!

    Antwort
    • März 21, 2018 um 7:10 pm
      Permalink

      Woher wusste ich, dass du dich melden würdest 😉

      Antwort
  • März 21, 2018 um 4:30 pm
    Permalink

    Oh mann, da schmelzen die empfohlenen 3 bis 6 Monatsgehälter auf dem Tagesgeld schnell mal dahin 😀

    Ich muss mir normalerweise auch keine Sorgen machen bei unerwarteten Ausgaben, da habe ich die Tipps von Blogs wie deinen verinnerlicht. Aber bei 6.500€ würde ich dann doch bissl ins Schwitzen kommen..haha

    Viel Erfolg beim Kauf des neuen Wagens!

    Beste Grüße
    Nico

    Antwort
    • März 21, 2018 um 7:11 pm
      Permalink

      Naja, die 6.000 € lege ich auch nicht ohne Augenzucken auf den Tisch 🙂 Ein neues/gebrauchtes Auto würde ich auch erstmal finanzieren.

      VG / Felix

      .

      Antwort
  • März 21, 2018 um 5:22 pm
    Permalink

    Oha,
    Ich habe auch den Fabia 2 als Dieselkombi.
    Habe gerade die 200.000 km geknackt und den Zahnriemen plus Inspektion machen lassen. Aber nach so wenig KM ist das echt mies. Meinen will ich nun noch 100.000 fahren, also etwa 3 Jahre. Allerdings fange ich jetzt schonmal Geld für die Fahrverbote zurückzulegen. Ich muss leider nach Düsseldorf rein fahren.

    Antwort
    • März 21, 2018 um 7:14 pm
      Permalink

      Naja, 200tkm sind ja schon mal eine Hausnummer bei der man von “abgeschrieben” sprechen kann.
      Ich muss aber auch sagen, dass ich bisher (immerhin über 6 Jahre) nix an dem Auto hatte.

      VG / Felix

      Antwort
  • März 21, 2018 um 5:49 pm
    Permalink

    Schön, dass man solche Geschichten auch mit Humor nehmen kann 😀
    Bei mir gab es letztens eine ähnliche Nummer, allerdings handelte es sich um einen Getriebeschaden. Ist letzendlich Option c) geworden.. War auch sehr beruhigt, dass ich meine Finanzen “im Griff” habe und mein Finanzpuffer einen anderen Gebrauchtwagen ohne viel Tränen verkraften konnte..

    Viele Grüße vom Depotstudent 🙂

    Antwort
  • März 21, 2018 um 8:39 pm
    Permalink

    Super ärgerlich, meine Freundin hatte ein ähnliches Thema bei 80.000 km bei ihrem Clio. In jedem Fall ein gutes Beispiel dafür, dass es sich lohnt seine Finanzen im Griff zu haben 🙂 Stell dir vor du hättest einen schön teuren Neuwagen auf Pump und kein Geld auf der hohen Kante = schlaflose Nächte garantiert!
    Gruß, Wolfgang

    Antwort
  • März 22, 2018 um 7:55 am
    Permalink

    Ja 200.000 KM sind wirklich schon eine Hausnummer. Fahre aber auch über 30.000KM im Jahr. Gekauft hatte ich ihn mit 60.000. Ich denke aber er sollte weitere 100.000 easy schaffen. Bei mir hat er nicht viel auszustehen. Fahre 85% Autobahn und das einzige wo er mal arbeiten muss, ist wenn er nen Anhänger hinten dran hat. Auf der Autobahn fahre ich meist auch nur zwischen 100-140km/h und bin dann so bei 2000-2500 Umdrehungen. Da liegt der Verbrauch auch meist unter 5l / 100KM.

    Ich hätte zwar gerne ein bequemeres Auto, allerdings müsste ich dann jetzt viel Geld in die Hand nehmen und das geht auf die Sparquote 😉

    Antwort
    • März 23, 2018 um 9:16 am
      Permalink

      Du machst mir Mut – mein Fabia Dieselkombi ist bei fast 170000 angekommen und ich würde den auch gerne noch 4 oder mehr Jahre fahren. Mein Nutzungprofil sieht ähnlich aus: 25 bis 30 Tausend pro Jahr mit dem Schwerpunkt auf Autobahn. Am liebsten wäre es mir, immer bei dem Modell bleiben zu können – man liest/hört leider nicht ähnlich gutes von den neueren Modellen.
      Liebe Grüße
      Dummerchen

      Antwort
      • März 23, 2018 um 1:53 pm
        Permalink

        Mir auch. Mein VW Diesel steht bei knapp 100.000 €.
        Der muss noch ein bisschen halten.

        Antwort
  • März 22, 2018 um 6:17 pm
    Permalink

    Autos können unter 100.000km kaputt gehen? Ärgerlich, aber immerhin hast du finanziell vorgesorgt, ohne eins der Kinder verkaufen zu müssen.

    Antwort
    • März 22, 2018 um 6:39 pm
      Permalink

      Das wäre Option d)

      Antwort
  • März 23, 2018 um 1:04 pm
    Permalink

    Das geht nicht nur mit Autos, das geht auch mit Brillen.
    Brillen auf dem PKW Dach liegen gelassen, losgefahren…auf der Autobahn ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, das ein anderer PKW hinter einem fährt und das Objekt welches vom Dach rutscht …,naja.
    Frau Plutusandme brauchten dann auch gleich 2 neue Brillen und das Tagegeld hat wieder ein Niveau wie zu Anfangszeiten.

    Antwort
    • März 23, 2018 um 1:52 pm
      Permalink

      Habt ihr etwa keine Brillenversicherung… 😉

      Antwort
  • März 30, 2018 um 11:15 am
    Permalink

    Hi Felix,

    falls es Option c wird, kannst du ja auch mal drüber schreiben. Ich hatte damals nicht mit Amine, sondern mit Hassan zu tun und das auch in einem Blogartikel verarbeitet, der dann einer der meistgelesenen bei mir war 🙂

    Gruß
    Markus

    Antwort
  • April 30, 2018 um 7:49 am
    Permalink

    “diese fleischgewordene Mischung aus Brad Pitt und Sankt Martin” – sehr gut 😀

    Mein Wagen ist letztens auch Hopps gegangen. Ich gehe jetzt zu Fuß – hat mal was.

    Antwort
  • November 30, 2018 um 11:49 am
    Permalink

    Kenne ich, bei mir war es ein VW. Bei bestimmten Baujahren wurden nicht ganz passende Teile verbaut und dadurch erleiden nun viele Kunden Motorschäden. Eine Steuerkette sollte eigentlich jedes Autoleben überleben. Meiner ging an Ali. Aber über den Verlauf des Verkaufs vorher hätte man ein Buch schreiben können.

    Antwort

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