Wenn, dann richtig – Die richtige Börsensoftware finden

Wer ohne Kenntnisse in ein Auto steigt und losfährt, wird nicht sehr weit kommen. Im besten Fall fährt er vorsichtig und kommt mit einem kleinen Blechschaden davon. Im schlechtesten Fall, hält man sich für den tollsten Typen unter der Sonne und gibt richtig Gas. Mit hoher Wahrscheinlichkeit, wird man sich früher oder später mit seinem Auto um einen Baum wickeln. Möglicherweise schadet man sogar anderen Fahrern. Oder richtet finanziellen Schaden an, weil das Auto von Papa nun Schrott ist.

Beim Einstieg in die reale Börsenwelt ist es ähnlich. Wer hier ohne das nötige Grundwissen startet, wird schnell Geld verlieren. Wer zudem glaubt, er sei schlauer als der Markt, wird sogar eine Menge Geld verbrennen. Wer außerdem mit Kapital von anderen oder aus Krediten spekuliert, kann innerhalb von wenigen Tagen hohe Schulden anhäufen.

Zurück zum Auto. Mit dem Führerschein erwerben Fahranfänger die theoretischen und praktischen Grundlagen. Zusätzlich kann die Sicherheit im Straßenverkehr durch ein technisch einwandfreies und sicheres Auto deutlich erhöht werden.

Auch beim Investieren spielt die Technik eine große Rolle. Transaktionen an der Börse werden heutzutage nahezu ausschließlich digital durchgeführt. Dadurch konnten die Transaktionskosten erheblich gesenkt werden. Allerdings muss sich der Anleger auch auf die verwendete Software verlassen können.

Weder am Auto, noch an der richtigen Börsensoftware sollte daher gespart werden. Und das ist unabhängig davon, ob man als regelmäßiger Trader oder langfristiger Anleger unterwegs ist.

Das Gute ist: Börsensoftware gibt es häufig als kostenlos als integralen Bestandteil von Trading-Plattformen. Viele Anleger entscheiden sich aufgrund der Vorteile der Börsensoftware für oder gegen einen bestimmten Anbieter.

Funktionen und Vorteile von Börsensoftware

Bekanntlich ändern sich Aktienkurse ständig. Teilweise sogar um mehrere Prozent im Laufe von Sekunden. Sowohl Trader als auch langfristige Anleger mit der Suche nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt, kann hier eine geeignete Börsensoftware helfen.

Vor allem Trader orientieren sich an sogenannten Chartsignalen. Zum Beispiel das Kreuzen von Gleitenden Durchschnitten oder das Erreichen von x-Wochen-Tiefs/ -Hochs. Außerdem erwarten sie die aktuellsten Unternehmensmeldungen oder Marktberichte, um entsprechend darauf reagieren zu können.

Langfristige Anleger arbeiten gerne mit fundamentalen Kennzahlen und Watchlisten. Letztere sollten aber mehr Informationen als lediglich den aktuellen Aktienkurs bieten. Ausgewählte Kennzahlen können den Schritt zum Einstieg in eine bestimmte Aktie erleichtern.

Vergleichskriterien für Börsensoftware

Ähnlich wie andere Apps, kann man auch Börsensoftware anhand von drei Kriterien ausreichen klassifizieren.

– Bedienung / Usability
– Funktionsumfang
– Sicherheit & Support

Bedienung / Usability

Eine Benutzerfreundlichkeit umfasst einerseits, dass wichtige Informationen auf den ersten Blick auf dem Desktop sichtbar sind. Dazu gehören die eigene Watchlist, sowie entsprechende Echtzeitkurse. Andererseits möchte der Anwender aber auch nicht von zu vielen Informationen erschlagen werden.

Da Börsensoftware im Rahmen einer Börsenplattform häufig kostenfrei ist, spielt hier das Thema Werbung zum Beispiel eine Rolle. Diese sollte nicht zu aufdringlich und ablenkend eingebaut sein.

Insgesamt sollte das Depot übersichtlich und komfortabel sein. Zudem sollte die Software individuelle Anpassungen ermöglichen. Dazu gehören das Ein- oder Ausblenden bestimmter Bereiche oder eine eigene Favoritenleiste.

Funktionsumfang

Idealerweise kann eine Börsensoftware zunächst vom Anwender kostenlos getestet werden. Demokonten bieten für Einsteiger eine hervorragende Möglichkeit, den Markt kennenzulernen.

Die Börsensoftware sollte selbstverständlich grundlegende Funktionen unterstützen. Hierzu zählen Echtzeitkurse, Chart-Analysen, Fundamentaldaten, Statistiken, Diagramme, umfangreiche Ordertypen und 1-Click-Orders. Zudem sollten erweiterte Finanztransaktionen, wie Überweisungen, Lastschriften oder Daueraufträge möglich sein.

Experten-Analysen und Tipps von anderen Nutzern werden häufig angeboten, sind aber häufig mehr Werbebotschaft als inhaltliche Unterstützung. Hilfreich für Einsteiger können hingegen kostenfreie Kurse, Websession-Trainings oder Live-Chats sein.

Erweiterte Funktionen können häufig zusätzlich erworben werden. Hier muss jeder selbst entscheiden, welche Funktionen ihm wichtig sind und auf welche er eher verzichten kann oder will.

Sicherheit & Support

Durch die zunehmende Digitalisierung, nimmt auch die Zahl der Datendiebstähle zu (Quelle). Daher ist die Datensicherheit auch bei Börsensoftwares von hoher Bedeutung. Die gängigen Programme nutzen selbstverständlich gesicherte Verbindungen und Zertifikate.

Solange technisch alles einwandfrei läuft, spielt der Support keine Rolle. Sollte es jedoch einmal Probleme geben, ist schnelle und gute Unterstützung erforderlich. Bestenfalls gibt es einen deutschsprachigen Support, der rund um die Uhr erreichbar ist. Als Kommunikationswege stehen in der Regel Telefon, E-Mail und Chat zur Verfügung.
Eine FAQ-Liste sollte ebenfalls vorhanden sein.

Fazit

Die richtige Börsensoftware kann sowohl Trader als auch langfristige Anleger erheblich unterstützen. Wichtig ist es, dass man sich selbst darüber klar ist, wie man mit der Börsensoftware arbeiten möchte. Die eigenen Anforderungen sind die Grundlage für die richtige Entscheidung zu einer Börsensoftware.

Möchtest du ab sofort über neue Beiträge informiert werden?
Dann melde dich jetzt für meinen Newsletter an.

Email

Teilen macht Freu(n)de... Share on Facebook
Facebook
0Tweet about this on Twitter
Twitter
Share on Google+
Google+
0Pin on Pinterest
Pinterest
0Email this to someone
email

4 Gedanken zu „Wenn, dann richtig – Die richtige Börsensoftware finden

  • Februar 10, 2017 um 10:59 am
    Permalink

    Natürlich kommt es auch sehr auf das eigene Anlageverhalten an. Wer ETFs im Sparplan kauft, wird vermutlich kaum irgendeine spezielle Börsensoftware benötigen – zumindest für den Kauf.

    Die Analyse der Wertentwicklung ist natürlich wieder eine andere Geschichte. Dazu nutze ich zum Beispiel das folgende Programm: http://www.portfolio-performance.info

    Antwort
    • Februar 10, 2017 um 11:08 am
      Permalink

      Gutes Tool. Habe ich auch schon getestet. Ist natürlich doppelter Pflegeaufwand.

      Antwort
    • Februar 11, 2017 um 12:59 am
      Permalink

      Hi Bastian,

      Cooler Link. Probiere ich morgen mal aus. Danke dafür!

      Cheers

      Antwort
  • Februar 11, 2017 um 1:04 am
    Permalink

    Was ich außerdem noch sagen wollte:

    Ich habe mir ein eigenes Tool programmiert, welches für mich diverse Finanzwebseiten nach Kennzahlen scannt und nach einem von mir definierten Modell anordnet. Dadurch fällt mir die anschließende Feinanalyse deutlich einfacher…

    Das hilft zwar anderen Lesern nicht direkt weiter, aber ich will verdeutlichen: Viele Daten liegen im Netz. Man kann sich auch selber etwas Skripten über ein Excel Makro oder sonst irgendwie. Das ist natürlich eher was für die Computeraffinen Menschen. 😉

    Alles Gute,

    Ferhat

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.