Finanzblogroll Tacheles – Frau Schnabelkraut

In der Blogreihe Finanzblogroll Tacheles stellen sich Finanzblogger abwechslungsreichen Fragen über Finanzen und Geldanlage – aber auch zu Themen abseits des üblichen Finanz-Gedöns.

Finanzen sind sehr persönlich. Im Gegenzug zu sachlichen und kommerziellen Ratgebern, bieten private Blogs die Möglichkeit, sich offen und ehrlich untereinander auszutauschen. Diese Authentiztät möchten wir weiter fördern. Und fordern.

Als Abgrenzung zu anderen Interviews, sollen die Antworten bei Finanzblogroll Tacheles möglichst kurz und konkret sein.

Heute gibt es den sechsten Teil der Serie. Tacheles redet diesmal Annie alias Frau Schnabelkraut. Es erwartet dich eine bunte Mischung aus heruntergekommenen Kneipen in Berlin, #Macherinnen, die Flugangst einer Nomadin, Eisgekühlten Bommerlunder und Vieles mehr! Aber lest selbst. 

Viel Spaß mit Finanzblogroll Tacheles meets Frau Schnabelkraut.

Annie, jetzt ma‘ Tacheles…

Wo um Himmels Willen liegt Staßfurt?
Am Arsch der Welt oder im Herzen Sachsen-Anhalts – wie man’s nimmt.

…und was gibt’s da so?
Meine Familie, sonst echt nichts Wichtiges.

Du hast eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht. Vorher Abitur oder Mittlere Reife?
Abitur

Was war dein erster Vollzeit-Job nach der Ausbildung?
Privatkundenberaterin in der Sparkasse Magdeburg

2013 bist du für einen Job nach Berlin gezogen. Was für ein Job war das?
Ich habe die Mitgliederverwaltung, also den Kundenservice für McFIT in Europa geleitet.

Was hat dir an Berlin gefallen?
Das gute Essen und die heruntergekommenen Restaurants und Kneipen, einfach charmant.

Was hat dir an Berlin nicht gefallen?
Die vielen Touristen.

Kannst du berlinerisch?
Ich verstehe es.

Zum Thema Finanzen: Kennst du deine aktuelle Vermögensverteilung?
Klar, keine Schulden und hauptsächlich Geld in Depots und verteilt auf dutzenden Konten.

Eher Aktien oder ETFs?
Aktien

Welche drei Eigenschaften braucht ein guter Investor?
Ein gesundes Verhältnis zu Geld, einen klaren Kopf und Entscheidungsfreude. Nicht zu Tode recherchieren, einfach mal machen, austauschen mit Gleichgesinnten und Erfahrungen sammeln.

Bist du Mama- oder Papa-Kind?
Papa-Kind

Wir gehen zum Karaoke. Welches Lied singst du?
Eisgekühlter Bommerlunder von den Toten Hosen

Hast du Tattoos?
Nein, auch wenn ich immer mal wieder darüber nachdenke.

Steak oder Tofu?
Steak

Kaffee schwarz oder mit Milch?
schwarz

Warum eigentlich „Frau Schnabelkraut“?
Es sollte Deutsch sein, leicht zu merken und zu schreiben. Mein damaliger Mann hatte dann die Idee dazu, ein unverwüstliches Kraut, wie ich. Ich fand es anfangs fürchterlich, doch als mich alle so nannten, gewöhnte ich mich dran. Dann blieb es dabei und jetzt liebe ich den Namen. Googelt man heute Schnabelkraut, gibt es nur die Pflanze und mich. Nicht, dass man einfach mal so nach Schnabelkraut sucht, aber wenn doch… 

Blog, Podcast, Instagram, freiberufliche Unternehmensberaterin – welche Jobbezeichnung würdest du selbst wählen?
Schwere Frage, ich mache so viel und alles mit Leidenschaft. Nenn mich doch einfach #Macherin

…und was macht man so als Macherin?
Ich mache alles, was mir Freunde bringt und mich beim Erreichen meiner Ziele unterstützt. Am besten kann ich Netzwerken: Menschen zusammenbringen und für Synergien sorgen, egal in welchem der genannten Jobbezeichnungen. Das ist dann immer ein Gewinn für alle.

Du bist als digitale Nomadin unterwegs. Was gefällt dir daran?
Ich habe das Glück frei und ortsunabhängig arbeiten zu können, auch dank meiner tollen Kunden. Früher dachte ich, als Selbstständige hätte ich nie Urlaub. Das Gegenteil ist der Fall, jetzt kann ich immer Urlaub haben, denn die Arbeit fühlt sich wie Urlaub an und ist auf dem Berg, in der Stadt oder auch am Strand möglich.

…und was gefällt dir daran nicht?
Dass nicht alle meine Lieblingsmenschen immer dabei sein können.

Wie finanzierst deine Reisen?
Aktuell vor allem aus meiner Selbstständigkeit, ich spare ja die Miete ein ohne feste Wohnung. Mein großes Ziel ist es jedoch langfristig auf den Tausch „Zeit gegen Geld“ zu verzichten und noch mehr von meinen passiven Einnahmen, wie Dividenden und P2P-Kreditzinsen zu leben.

Bitte vervollständige…

  • Finanzen sind wichtig, weil… Geld mir Freiheit und Unabhängigkeit verschafft.
  • Deutschland ist… meine Heimat.
  • Mein Laptop… ist mein Büro.
  • Ein 9-to-5 Job ist… für mich nicht mehr denkbar.

Seit wann machst du deinen Podcast „Annie und die starken Frauen“?
Seit Anfang 2019 – mittlerweile also über 1 Jahr!

…und um welche Themen geht es darin?
Ich interviewe vor allem Frauen zu ihrer Gründungsgeschichte und einmal im Monat darf auch ein Mann vor’s Mikro. Für 2020 plane ich das erste Mal Einzelfolgen zu meiner Selbstständigkeit und meinen Finanzen.

…und wie läuft es?
Sehr gut. Ich bin begeistert von den ganzen positiven Rückmeldungen und vor allem darüber, wie viele starke Frauen es da draußen gibt, die bereits selbstständig sind oder sich selbstständig machen wollen. Ich möchte Vorbilder schaffen und dazu beitragen, dass Frau ihre Finanzen in die Hand nimmt und sich selbst verwirklicht. Ich bin überzeugt, das macht die Welt noch ein bisschen bunter.

Welcher Interviewgast hat dir selbst am besten gefallen?
Gina Bresch von Allerley Pferdefutter und Business mit Pferd. Sie war eine meiner ersten Gäste und ist eine Studienkollegin aus Magdeburg. Ich war begeistert von ihrem Gründergeist, ihrem Mut und ihrem Tatendrang. Das hat mich regelrecht damit angesteckt.

Malaysia oder Thailand?
Weiß ich nicht so recht, ich muss glaub ich nochmal mindestens 4 Wochen hin, um das zu beurteilen.

Wer oder was ist der Citizen Circle?
Der CC ist eine Community für ortsunabhängige Solopreneure und UnternehmerInnen. Ich bin Mitglied und treffe dort inspirierende Menschen, clevere Geschäftspartner und mittlerweile auch gute Freunde.

Welches Aufnahmeritual muss man überstehen um dabei zu sein?
Der CC öffnet zweimal im Jahr seine Tore, dann heißt es anmelden und mitmachen. Die Community lebt vom Austausch, vom gegenseitigen Unterstützen und dem Zusammenhalt. Wer zwischendurch beitreten möchte, kann sich gern bei mir melden und ich schau mal, was ich möglich machen kann…

Welche drei Dinge stehen ganz oben auf deiner Bucket-List?
Finanzielle Freiheit, 3 Monate Arbeiten & Wohnen auf Hawaii und ein Live-Podcast-Interview mit Laura Malina Seiler – also, wenn du jemanden kennst, der jemanden kennt, der jemanden kennt…. 

Was ist dir peinlich?
Da fällt mir nichts ein. Früher war mir Vieles peinlich, heute nicht mehr.

Auf Instagram bist du sehr aktiv. Auf Twitter gar nicht. Warum?
Twitter und ich sind noch keine Freunde geworden, auch wenn ich es versucht habe, ich weiß nicht warum wir nicht warm miteinander werden. Instagram fühlt sich gewohnter an, doch wenn ich ehrlich bin: Die vielen Social Media Kanäle und Beiträge könnte ich ohne meine tollen VAs gar nicht handeln.

Was steckt hinter dem Projekt „Macherin“?
Macherin ist mein Herzensprojekt. Es ist ein Business Journal für Unternehmerinnen, ein Guide, mit dem du deine Geschäftsidee in die Tat umsetzt und dafür sorgst, dass dein Business den Realitätscheck übersteht. Seitdem ich im letzten Jahr einige private und gesundheitliche Einschnitte hatte, ist das Projekt und die damit verbundene Crowdfunding-Kampagne on hold. Ich fange jetzt gerade erst wieder an daran zu arbeiten.

Warum ist es dein „Herzensprojekt“?
Ich möchte noch mehr Frauen dazu ermutigen sich selbst zu verwirklichen, nicht nur vom eigenen Business zu träumen, sondern es tatsächlich zu probieren, zu recherchieren, loszulegen, auch gern neben dem Job. Mir tut meine Selbstständigkeit so gut und ich möchte es nicht mehr missen. Machst du es clever, dann ist es kein Risiko, wie viele denken, sondern ein Geschenk seinen Tag selbstbestimmt planen und unabhängig leben zu können – ob als Mutter, Freundin, Studentin oder sonst wer. Das Journal unterstützt dich dabei, machen musst du allerdings selbst. Darum heißt es auch „Macherin“.

Wo siehst du dich in 5 Jahren?
Auf Maui im Cafe am Rande der Welt, mit meinem Laptop unterm Sonnenschirm, aufs Wasser blickend, den Wellen zuhörend, einen Kaffee und Obst auf dem Tisch vor mir, der Wind geht ganz leicht und es ist angenehm warm.

Regenschirm oder Regenjacke?
Regenjacke

Schnaps oder Champagner?
Wasser – ich trinke keinen Alkohol.

Was hättest du gerne erfunden?
Einen Teleporter – ich mag nämlich das Fliegen nicht.

Was ist wichtiger: Geld verdienen oder Geld sparen?
Geld haben, egal woher.

Was möchtest du mit deinem Blog / dem Podcast erreichen?
Ich möchte zu finanzieller Bildung ermutigen und beim Weg in die finanzielle Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung unterstützen. Finanzen sind kein Hexenwerk, auch wenn es so wirkt, weil wir es in der Schule nicht beigebracht kriegen. Deshalb zeige ich Vorbilder und versuche selbst eins zu sein. Auf dem Weg dahin kriege ich schon jetzt so viel zurück: allein die ganzen tollen Menschen, die ich dadurch kennenlerne, bereichern mich und sicher auch meine Zuhörer/innen und Leser/innen.

Zusätzlich zu deinem Blog leitest du die „womens-only“ Facebook-Gruppe „Annie und die starken Frauen“. Ganz ehrlich: Wie viel wird dort über Männer gelästert?
Ganz ehrlich: Männer sind nicht der Nabel der Welt, hier geht es knallhart um Finanzen und das eigene Business, wenn auch mit weniger Angeberei und mehr gegenseitiger Unterstützung. Spaß beiseite, Finanzen haben kein Geschlecht, doch in einem geschützten Rahmen mit Gleichgesinnten ist es manchmal einfach leichter, gerade wenn man noch wenig Erfahrungen hat.

Welches ist dein Lieblingsbuch?
Das Cafe am Rande der Welt. Ich habe es zu meinem 30. Geburtstag von meinem besten Freund geschenkt bekommen und lese es seitdem jedes Jahr, meist an den Weihnachtsfeiertagen oder an Silvester. Danach verschenke ich es und mache einen anderen Menschen damit glücklich.

Du bekommst 1.000 € und ein freies Wochenende. Was machst du?
Ich gehe ins Casino und spiele Poker. Das mache ich heutzutage leider viel zu wenig, doch vor einigen Jahren war ich mindestens wöchentlich am Tisch, ob als Spieler oder Dealer.

Beschreibe dich in 4 Worten.
Fröhlich, leidenschaftlich, begeisterungsfähig und ungeduldig

Abschlussfrage an die ehemalige Berlinerin: Was ist eine Järtnawurscht?
WAS?

Das mit dem Berlinerisch müssen wir noch üben  Järtnawurscht = Salatgurke

Danke, Annie (Frau Schnabelkraut)!

 

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